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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
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so nahe gerückt sind, dass man eben sowohl Meddi officinalesen könnte. Der Stempel eines Meddicus findet sich abernach Janssen, M. L.-B. Inscr. II. Tab. XXX. Nr. 154, in einemzu Voorburg gefundenen Gefässe von terra sigillata, undzweimnl zu Utrecht, Bonner Vereinsjahrb. IX. S. 30, wodie bis auf den Fuss reichenden Mittelstriche des M diesesfür N und die Querstriche der beiden D diese für B an-sehen Hessen. Mit denselben Querstrichen und derselbenLigatur erscheint der erste Theil des Namens, nach Lersch,Centralmus. III. Nr. 133, zu Neuwied: ME D D V FE-,im Index Medidius gelesen und verzeichnet, nach denAnnalen des Vereins für Nassauische Alterthumskunde IV.S. 553 Nr. 18: MEDDVFF, ebenso S. 557, und muth-masslich auch S. 553 Nr, 12, wo in: MEDDVII die Quer-striche der letzten Buchstaben F und E verwischt zu seinscheinen, dagegen S. 554 Nr. 110: MEDDVLFE. Uebri-gens ist die Verschiedenheit der Endungssilben an dengleichen Namensstämmen sehr häufig, und zu dem unsrigennoch die Zusammensetzung: MEDDIGNATIVS, ebenfallsmit den beiden durchstrichenen D, das. S. 575, auf einerbei Mainz gefundenen Steininschrift nachgewiesen.

Unter den unbeschriebenen Gelleper Alterthümern ver-dienen noch mehrere Broncen eine besondere Erwähnung,und zwar in der Sammlung des Hrn. ReistorfF: eine 20Centimeter hohe wohlerhaltene Statuette des Herkules,welche, übrigens unbekleidet, auf dem linken Arm dasherabhängende Löwenfell und in der gleichen Hand die nachUnten gekehrte Keule trägt, den rechten Arm aber seit-wärts ausstreckt, an dem vordem Bande des platten Fuss-gestells sind die Buchstaben: CRV angebracht, eineFibula, deren Decke ein Seepferd mit hervortretendemKopfe bildet, ein zur Verzierung bestimmt gewesenerPferdekopf, ein dicker Ring, auf dessen äusserm Randeein Vogel mit langem spitzen Schnabel sitzt, ein runderSpiegel, mit gravirten Randverzierungen, und ein unge-wöhnlich gut erhaltenes Schloss. Von Silber besitzt ereinen kleinen Ring mit zwei an einander stossenden Buckeln.Unter den Broncen des Hrn. Guntrum übergehe ich die