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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
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aber bei der Erweiterung und Austiefung des Erftbettesgefunden worden, und sollen an einem andern Orte ausführ-licher besprochen werden.

Von Privatsammlungen der in Grimlinghausen undNeuss gefundenen römischen Alterthümer sind zwei inDüsseldorf und zwei in Neuss selbst, hier im Besitz derHerren Corn. Reistorff und Apotheker Dr. Sels befindlich.Die des Letztern besteht vorzugsweise in einem wohl ge-ordneten, von Caesar bis auf Theodosius reichenden Münz-cabinette, ferner in einigen Anticaglien, darunter einemschwarzen Trinkbecher, mit den gewöhnlichen weissen Ver-zierungen und der Aufschrift: VIVA. Die Sammlung desHrn. Reistorff ist zwar besonders reich an mittelalterlichenThongefässen und an Münzen der ehemaligen niederrheini-schen Territorien, welche nicht leicht vollständiger gefundenwerden, doch sind in ihr auch mehrere römische Sachenbeachtenswerth. Unter den Broncen: ein dicker Ring, aufdessen äusserm Rande eine 3 Centimeter hohe, halb beklei-dete weibliche Figur mit aufgerichtetem Oberkörper ruht,ein Beschlag mit vorstehendem Pferdekopf und Vorder-füssen, ein zangenartiges Instrument, aus zwei platten,S-förmigen, mit Punkten undSchraffirungen verzierten Theilenbestehend, welche an den breiteren Enden durch einenStift mit runder Platte verbunden, nach den beiden anderenEnden schmaler werden und an diesen mit einer Art heral-discher Lilie versehen sind, wodurch die Bestimmung desGanzen zweifelhaft wird. Unter den Thongefässen sinddrei mit: VITA, REPLE und VIVAS FELIX beschrie-bene schwarze Trinkbecher, ein röthlicher mit den Relief-bildern eines Pferdes, eines Ebers und eines Hirsches,und zwei Teller von terra sigillata mit dem Stempel:MtCELLiyS FE (Marcellinus fecit), bei welchem die Liga-turen des A mit dem zweiten Winkel des M, an welchesdas R angesetzt ist, und des I mit N, in welchem auchdas V enthalten ist, zu bemerken sind. Von Gläsernsind nur kleine vorhanden, doch einige längliche vonsehr zierlicher Gestalt, und ein kugelförmiges mit über-stehendem engen Halse, einem Henkel und einem Aus-