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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
Entstehung
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der jetzigen Stadt geschaffen worden. Ueber die Umgren-zung der alten Römerstadt, soweit dieselbe nach den Tra-ditionen und Untersuchungen früherer Jahrhunderte undden nocli jetzt spärlich erhaltenen Mauerresten bestimmtwerden kann, findet man die Nachweise in älteren undneueren Schriften, am übersichtlichsten jedoch zusammen-gestellt von Ennen, Territoriale Erdwickelung und Befestigungder Stadt Cöln, in den Annalen des historischen Vereins fürden Niederrhein, II. Jahrg. So dankenswerth auch dieseneue Arbeit des verdienstvollen Forschers der CölnerGeschichte ist, so kann sie doch eine noch fehlende bild-liche Darstellung der verschiedenen Erweiterungen der Stadtund ihrer Mauern nicht völlig ersetzen. Ein solcher Planwürde gewiss vielfältigen Interessen der Geschichts- undKunstfreunde entsprechen, wenn er dabei nicht blos dienoch vorhandenen Denkmäler des Mittelalters und dieStätten der bereits verschwundenen, sondern auch die derKömerzeit angehörigen Baureste nnd die nachgewiesenenFundorte der verschiedenen Arten von Alterthümern an-zeigte. Dass die letzteren in vielen Fällen verheimlichtoder unrichtig angegeben werden, hat nahe liegende Gründe.Unter den neueren Funden soll zunächst derjenige be-schrieben werden, welcher im Jahre 1855 bei dem Aus-graben eines Kellers in der Mohrenstrasse, an der Südwest-seite der Stadt, wo bei den vielfältigen Neubauten schonmanche werthvolle Gegenstände zu Tage gefördert wurden,gemacht und von Hrn. von Ruys auf Haus Ingenraedt beiWachtendonk erworben worden ist. Derselbe besteht aussechs zierlichen einhenkeligen Flaschen mit langem Halseund weiter Bauchung, von weisslichem Thone, welcherbei der einen durch braune Flecken und Streifen einmarmorartiges Aussehen erhalten hat, aus mehrerengrösseren, theils weisslichen, theils grauen und einigenkleineren dunkelfarbigen Töpfen, aus einer einfachenthönernen Lampe, welche, wie die übrigen Gefässe, wederVerzierungen, noch einen.Topferstempel hat, aus einigenleider völlig unleserlich gewordenen Münzen und aussechs kleinen weissen Glasgefässen von dreierlei Gestalt.