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Das ist ein niemals endender Roman vollspannender Kapitel und tiefer Erregungen,mit Qualen der Hölle und himmlischen Ent-zückungen, mit der schaurigen Verlassen-heit der dunklen Nacht von Gethsemaneund dann plötzlichen Lichtergiessungen,inneren Verklärungen, einem förmlichenTabor der Seele im Aufschwung zu Gott.Und weil sein Herz vor Liebe überfloss undsein Mund von ergreifenden Worten, sosammelten sich alle jene um ihn, die sichaus vielerlei Gründen zu den Gewecktenzählten: sie hiengen an seinen Lippen undnannten ihn, wie die Jünger seinerzeitChristus nannten, „Lehrer". Was er lehrte,war inhaltlich so ziemlich das, was bei den„Lesern", den skandinavischen Pietisten, all-gemeiner Brauch: dass alles MenschenlebenSünde sei von Geburt zum Grabe und derWeg zum Heil durch die Busse führe, durchReue und Busse. Und da entdeckte er, wiealle Zerknirschung und Durchdrungenheitvom Sündengefühl uns doch nichts half.Man wurde nicht heiliger, nicht stärkerenGlaubens, nicht festeren Willens, nicht ge-sünderen Sinnes, nicht reineren Gemütesdurch dies ewige Wühlen in der Sünde, diesAusbreiten und Vorzeigen der Sünde, diesWetteifern, wer der grösste Sünder und derstärkste Büsser sei. Das hatte er an sich