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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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hatte teilen wollen. Jedoch Usurpationsgelüsteduldete er nicht. Man hatte bisher dasWeib als die Schwächere, die Unterdrückte,geschildert. Nun schilderte sie Strindbergals die Ausbeuterin. Sie lebte von der Arbeitund den Ideen des Mannes; sie sog ihnpecuniär und physisch aus, und wenn ernichts mehr zu geben hatte, verachtete sieihn und betrog sie ihn. Er schrieb seinepolemischen Dramen „Der Vater", „Gläubi-ger", „Kameraden", „Fräulein Julie", seinenRoman „Am Meeresgestade", das StückSelbstbiographie „Die Beichte eines Thoren",— Werke einer furchtbaren, ganz persön-lichen Rancune gegen die Frau, vielleichtgegen eine ganz bestimmte Frau, und einertheoretischen, fast monomanen Angst vordem Weib der Zukunft, dessen Zerrgebildeer schon in vereinzelten Erscheinungen derGegenwart zu erkennen glaubte. Er war inSkandinavien der erste, der den misogynenTon anschlug, der in Ola Hansson Wieder-hall gab und sich eine Zeit lang auch zu unszu verpflanzen schien. Zugleich rollten aufder norwegischen Seite drüben Hans Jägerund Arne Garborg das Bild des verküm-merten modernen Liebeslebens grosser Städterücksichtslos von der Männerseite auf, unddarob trat die Frauenfrage in der Litteraturzurück vor allgemein moralischen und so-