— 35 —
und zart, voll Poesie. Und nun der zweiteTeil von 1896. Gleichwie die alte Religionüber das Menschliche und seine Begrenzungschweift, so der neue Glaube, der des Sozia-lismus. Dies ist Björnsons These, die etwasfür sich hat. Die Kinder des Pastors Sangsuchen Ersatz für das verlorene Christentum.Elias, der von seinem biblischen Namens-patron die Lust geerbt hat, mit dem feurigenWagen seiner Phantasie in den Himmel zufahren, Elias, der Schwärmer, ist Sozialistgeworden; Rahel, die nach guter Frauenart,wie schon die Rahel in Dantes Paradies, dasirdisch Verständige, das thätige Leben ver-körpert, sie richtet Krankenhäuser ein — erwill die Menschheit erlösen, sie hilft denMenschen. Es entsteht ein grosser Streik,der gefährlich wird. Dem Bunde der Arbeiterstellt sich ein Bund der Arbeitgeber ent-gegen — die Armut erweist sich als dieschwächere Partei — auch innerlich als dieschwächere; ihre Sache scheint verloren. Dabeschliesst Elias, ein Beispiel zu geben. Mitder Märtyrerschaft will er seine Überzeugungbesiegeln und die Genossen zu einer Thatfortreissen. Das Schloss, in dem die Fa-brikanten des Landes ihre konstituierendeVersammlung abhalten, ist unterminiert undElias sprengt sich mit den Feinden in die-Luft. Und das Resultat — ? Keines. Nutz-