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rieh IL übertragen, der König Christian II. von Dänemark er-sucht, ihnen dabei behülflich zu sein. Die beiden Herzögerückten schon Ende August in das Stift ein, eroberten Hunnes-rück, Lauenstein, Bodenwerder, Poppenburg, Coldingen, Gronauund Steinbrück, ohne das feste Peine gewinnen zu können, wäh-rend andere feste Häuser sich ohne Widerstand ergaben undAlfeld seine Vernichtung mit 6000 Gulden abkaufte. Von hierzogen die Herzöge am 13. Juni(?) 1522 vor die mit Mannen undKriegsbedarf wohl versehene Winzenburg, welche derzeit Hen-ning Rauschenplatt als Drost und Pfandinhaber unter sich hatte.Neben ihm werden noch Johann von Meisenbug und PhilippRauschenplatt unter den Vertheidigern genannt. Das vom HerzogErich I. geführte Hauptbanner gerieth beim Anmarsch durchschlechte Kundschafter in den Bereich des Feuers der Veste undverlor dabei den Rittmeister Rüdiger Kessler, dessen Leiche insKloster Gandersheim gebracht wurde. Nachdem Henning Rau-schenplatt die Uebergabe der Burg abgeschlagen hatte, wurdesie aus schwerem Geschütz beschossen. Am 15. Juni warenbeide Herzöge im Lager vor dem Schlosse, wie aus einem Briefehervorgeht, durch welchen sie 400 Gulden Schätzung von Jobstvon Münchhausen zu Aerzen fordern 1 ). Am folgenden Tage er-bittet Herzog Erich I. von dem Rathe zu Göttingen Ersatz desdurch Entweichen seines Fussvolkes auf etwa 50 Mann zusammen-geschmolzenen Fähnleins auf die 100 Mann betragende volleZahl, um den aus dem Stift Münster gegen ihn heranrückendenBischof von Hildesheim abzuwehren 2 ). Wahrscheinlich an einemder folgenden Tage, sei es durch die Wirkung des Geschützes,sei es durch Unachtsamkeit der Belagerten, fing der Pulver-vorrath auf dem Baierberge Feuer und verursachte einen Brand.Die ober- und niederländischen Knechte stürmen nun ohne Be-fehl, nehmen auch die beiden unteren Wälle, können aber dieMauern, weil die Sturmleitern noch nicht angekommen waren,nicht ersteigen. Sie hielten deshalb das Schloss bis zum folgendenMorgen an allen vier Ecken besetzt. Bevor aber der Sturmunternommen werden konnte, ergab sich die Besatzung nach
') Treuer, Geschlechts-Historie der von Münchhausen, Anh. 131. —2 ) Hasselblatt u. Kaestner. Urkk. d. Stadt Göttingen a. d. 16. Jahrh. 128,Nr. 275.
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