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Geschichte der Grafen von Winzenburg
Entstehung
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Zweites Capitel.

Vorgeschichte.

Soweit sich die Geschichte des in Sachsen unter dem Namender Grafen von Winzenburg bekannten Geschlechts urkundlichverfolgen lässt, lernen wir dasselbe zuerst zu einer Zeit kennen,in welcher erbliche Geschlechtsnamen noch nicht gebräuchlichwaren oder doch dem Taufnamen nicht immer beigefügt wurden.Wir haben es deshalb als einen glücklichen Zufall zu betrachten,dass der Paderborner Fortsetzer der Hildesheimer Jahrbücher,welcher von 11091137 schrieb, weil er selbst mutmasslich einWinzenburger war 1 ), schon im Jahre 1109 von einem comesHerimannus de Winceburch erzählt, welcher eine königlicheGesandtschaft nach Rom begleitete 2 ).

Den Vater und die weiteren Vorfahren dieses ersten Grafenvon Winzenburg zu erforschen, würde unmöglich sein, wenn wirnicht im vorigen Capitel aus der Aufzeichnung Reinhards, desersten Abts von Reinhausen, über die Stiftung und Ausstattungseines Klosters (s. Anhang) erfahren hätten, dass Graf Hermann (I.)der Sohn aus der Ehe der Gräfin Mathilde von Reinhausen miteinem nicht näher bezeichneten baierischen Grafen war, und dassderselbe Hermann den Anbau oder Vorbau (domus), den er nebender Winzenburg aufführen liess, nach seiner baierischen HeimathBaierberg" nannte. Diese dürftigen Angaben hat der hessische

l ) Der Mönch und Prior im Kloster Abdinghof in Paderborn, Konradvon Winzenburg, Sonn Hermanns L, s. Cap. III, Nr. 7 am Schluss. 2 ) Ann.Hildesh. in M. G. SS. III, 112.

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