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Geschichte der Grafen von Winzenburg
Entstehung
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Siebentes Capitel.

Die Burg Winzenburg.

Im Hildesheimischen Kreise Alfeld zwischen dem FleckenLamspringe und den durch die Leine getrennten Dörfern Gross-und Klein-Freden dehnt sich eine schön bewaldete Berg-gruppe aus, über welche sich nahe bei dem Dorfe Winzenburgzwei weithin sichtbare Kuppen die Haslyköpfe und die hoheSchanze (358 m) stolz erheben. Ein sich an letztere lehnenderVorsprung, der nach Westen steil abfällt und bis zu seinerSpitze mit Buchen bestanden ist, trägt noch jetzt die zerfallendenUeberreste der altsächsischen Veste Winzenburg. Diese sindso gering, dass man sich kaum noch ein Bild von dem einst somächtigen Burgsitze machen kann. Der gegenwärtig als Burg-platz bezeichnete Theil des Bergkammes mit Wall und trockenemGraben scheint die eigentliche Burg nicht enthalten zu haben.Diese lag vielmehr getrennt davon und näher nach dem gleich-namigen Dorfe zu, wo der Best eines rechteckigen, im Lichten6,42 m und 7,30 m grossen, einst sehr ansehnlichen Bergfriedssteht, dessen Bruchsteingemäuer ohne die abgelöste äussere Be-kleidung eine Stärke von 3,21 m hat. Zwei Eingänge, eingrösserer und ein kleiner, dessen Spitzbogen aus Quader nocherhalten ist, führen in den, jetzt nur noch gegen 10 m hohenThurm. Südlich von demselben, in geringer Entfernung, liegtetwas tiefer ein Platz mit mancherlei Besten von Gebäudefunda-menten und Kellermauern 1 ).

Vielfache Spuren von Wallbefestigungen in der Umgebungdieser Burgtrümmer machen es sehr wahrscheinlich, dass die

*) Mithoff, Kunstdenkmale u. Alterth. im Hannoverschen, III, 243.