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Geschichte der Grafen von Winzenburg
Entstehung
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Erstes Capitel.

Einleitung.

Die Grafen von Reinhausen.

In den Zeiten, in welche nur sehr wenige Geschlechterhinaufragen, gehörte das Geschlecht der Grafen von Reinhausenzu den Familien Sachsens, welche sich den GrafenfamilienDeutschlands in Macht, Ansehen und Besitzthum ebenbürtig zurSeite stellen konnten. Nichtsdestoweniger ist seine frühesteGeschichte und insbesondere seine Genealogie in tiefes Dunkelgehüllt. Es erlosch nämlich schon im dritten Decennium des12. Jahrhunderts, also früher, als die Familiennamen gebräuchlichwurden; seine Besitzungen kamen an die Erben und Nachfolgerdes Geschlechts, die Grafen von Winzenburg, und so gab seineGeschichte den Historikern späterer Zeiten wenig Veranlassung,den Spuren seines ersten Auftretens nachzugehen.

Der hessische Geschichtschreiber Wenck 1 ) und Anderenach ihm haben versucht, die ersten sicher beglaubigten Gliederdes Hauses mit jenem vornehmen Sachsen Hiddi in Zusammen-hang zu bringen, welcher, um beim Aufstande der Sachsen demKaiser Karl dem Grossen die Treue zu wahren, seine Heimathverlassen hatte und nach einem vergeblichen Versuche, sich inWolfsanger (Vulvisangar) anzusiedeln, nach dem zwischen Werraund Fulda gelegenen Orte Havacabrunno 2 ) kam, wo er einenTheil des Waldes Bocchonia 3 ) besetzte, den er bei seinem Tode

>) H. L. II, 2, S. 668 ff. 2 ) beim Habichtsborn, der Quelle des Niest-Flüsschens, bei Escherode s. von Münden im fränkischen Hessengau (Cohnin Forsch. VII, 613;. 3 ) d. i. Buchenwald, der alte Name des Fulder Landes.

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