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Wie lange die Pfandschaft bei den Grafen von Wunstorfverblieb, ist nicht bekannt. Unter dem Bischof Bernhard II.(f 1458), dem Nachfolger Magnus' (f 1452), wird die Winzenburgnicht erwähnt. Erst zehn Jahre nach dem Regierungsantrittedes auf Bernhard IL folgenden Bischofs Ernst I. nennen sichDietrich Bock von Northolz, Henning und Bernd von Reden,Brüder, und Tile Barner in einer von ihnen am 8. April 1468vollzogenen Urkunde J ) „Besitzer der Winzenburg". Ob DietrichBock von Northolz mit zu den Pfandbesitzern gehörte, stehtnach einer Urkunde von demselben Tage 2 ) und nach einer anderendes folgenden Jahres 3 ) nicht unbedingt fest, da in beiden Doku-menten nur die Brüder von Reden und Tile Barner als Pfand-inhaber und Aussteller genannt werden. Nachdem 1471 Henning(von Haus) zum Bischof gewählt war, Urkunden am 1. Mai 1473die Brüder Henning und Bernd von Reden allein noch als In-haber der Winzenburg 4 ); am 14. August d. J. 5 ) nur noch Hen-ning, wohl in Abwesenheit seines Bruders, der in der Fehde,welche in Folge von Wahlstreitigkeiten zwischen dem Bischofund Segeband von Reden ausgebrochen war 6 ), Partei für seinenVerwandten ergriffen haben mochte. Nach der Bekundung Hein-richs von Veitheim vom 17. April 1475, wonach er verpflichtetwar, über die Winzenburg und die von ihm auf dieselbe ver-schriebene Geldsumme Urkunden zu geben und zu empfangen 7 ),muss man ihn für den zeitigen Pfandbesitzer halten. Jedenfallswar er es am 21. Juli 1477, wie das Protokoll einer Gerichts-sitzung 8 ) von diesem Tage ausweist. Dann hören wir fast20 Jahre lang nichts von dem Schlosse. Am 10. Juni 1496 wares pfandschaftlich in den Händen Ludolfs von Bortfeld, denn andiesem Tage verbürgt sich Ludolf von Veltheira für ihn gegenden Bischof Barthold H. wegen Erfüllung der von ihm über-nommenen Verpflichtungen 9 ), und am 1. December d. J. bekundet
») Or. St.-A. H., Kl. Michaelis zu Hildesli. Nr. 497. — 2 ) Das. Nr. 498. —3 ) Or. a. a. 0. Kl. Godehard zu Hildesli. Nr. 203 mit falscher Datierung1466, März 28. — 4 ) Or. a. a. 0. Kl. Lamspringe Nr. 184. Durch ein Ver-sehen des Schreibers der Urkunde ist der verst. Bischof Ernst I. statt Hen-ning gesetzt. — 5 ) Or. a. a. 0. Kl. Michaelis zu Hildesh. Nr. 525. —6 ) Kayser, Aus vergangenen Tagen der Hildesh. Neustadt, 38. — 7 ) Or. a.a. 0. Dornst. Hildesh. Nr. 1904. — 8 ) Heinze, Gesch. d. Stadt Alfeld, 416,Nr. 14. — 9 ) Or. a. a. 0. Nr. 2142.