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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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manche Belege für den Aufenthalt des Bischofs auf der Burgvor 1440').

Bald nachher muss Magnus von seinen Gläubigern wiederumzur Verpfändung gedrängt sein, denn am 2. April 1445 verkaufteer dem Domkapitel Dorf und Zehnten zu Harsum, welche dem-selben schon früher für 3100 Rhein. Gulden verpfändet waren,um mit dieser Summe die Winzenburg,des Stichtes to Hil-densem Hovetschlott", wie es der Bischof nennt, und noch zweiandere Schlösser aus den Händen der Brüder Heinrich und Bodevon Cramm zu lösen 2 ).

Nur ein Jahr blieb die Burg in des Bischofs Händen. Schonam 28. März 1442 war zwischen ihm und dem Grafen Ludolfvon Wunstorf ein Vertrag über den Verkauf der GrafschaftWunstorf abgeschlossen, welchen dessen Vater Julius geneh-migte 3 ). Am 14. Februar 1446 stellten beide Grafen die Urkundedarüber aus, wonach der Kaufpreis 10000 Rhein. Gulden be-tragen sollte 4 ). Da Bischof Magnus aber die ganze Summe nichtgleich baar bezahlen konnte, so räumte er den Verkäufern füreinen Theil des Kauf Schillings einstweilen die Winzenburg ein 5 ).Schon am 9. December 1446 verkaufte der Bischof mit 500 Rhein.Gulden Nutzen die eben erworbene Herrschaft wieder an denHerzog Wilhelm I. (d. Alt.) von Braunschweig und dessenSöhne 6 ). Die Grafen von Wunstorf verlegten ihren Wohnsitzauf die Winzenburg, und als sie in einer Fehde mit den braun-schweigischen Herzögen, an welche Wunstorf vom BischofMagnus veräussert war, den nachherigen Herzog Wilhelm II.(d. J.) von Braunschweig kurz vor Michaelis 1451 beim Pils-häger Thurm gefangen nahmen, führten sie ihn auf die Winzen-burg, bis ihn die Landschaft mit 1000 Gulden 7 ) am 24. Juni1452 wieder auslöste 8 ).

] ) Doebner a. a. 0. IV, Nr. 358, S. 282, 288, 290, 295. 2 ) Or. a. a.0., Dornst. Hildesb. Nr. 1645; Ltintzel, D. u. St. H. II, 423. 3 ) (Scheidt),Cod. dipl. zu Mosers Einl. in d. Br.-Lüneb. Staatsrecht, 549, Note. 4 ) Das.549, Nr. 30. 5 ) Leyser, Hist. com. Wimstorp. Ed. II, 66, 68. Aus dieserZeit stammt wohl der Name eines Hauses in Wunstorf, dieWinsenborch",das bis 1546 dem dortigen Stifte gehörte, (v. Hodenberg, Oal. Urkb. IX,257, Nr. 347.) 6 ) (Scheidt) a. a. 0. 553, Nr. 31. ') Schmidt, Gott. Urkb.II, 215. v. Heinemann, Brschw. u. Hannov. II, 207 n. a. geben irrig 2000Gulden an. 8 ) v. Uslar-Gleichen a. a. 0. 200.