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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Bernos Nachfolger, der als Kanzler Kaiser Heinrichs VI. be-rühmt gewordene Bischof Konrad L, hatte während seiner kurzenWirksamkeit in Hildesheim (1194—1198) wenig Zeit, für seine Heerdezu sorgen, und auch der folgende Bischof Hartbert (1199—1216)fand fn den unruhigen Zeiten, welche das Bisthum während undnach dem Thronstreite der Weifen und Hohenstaufen schwerbedrängten, anscheinend keine Zeit, sein Interesse der Winzen-burg zuzuwenden. Nur einmal treffen wir ihn dort im Jahre1205, die Kapelle im Dorfe Sack zur Pfarrkirche erhebend 1 ).Siegfried L, sein Nachfolger in der bischöflichen Würde, ver-sprach (1216) in seiner Wahlkapitulation, das castrum Wince-borch weder ganz noch zum Theil dem Stifte entfremden, dasAmt (officium dominatus) und die Villikationen in Wenceborchaber nur dann verpfänden zu wollen, wenn er allein die volleFreiheit des Handelns dabei behielte 2 ). Er hat Wort gehalten,denn in dem Bechenschaftsberichte über seine Verwaltung, dener vor Niederlegung seines Amtes im Jahre 1221 (Mai-Juni)verfasste, bezeugt er, weder mit der Winzenburg, noch mit einemTheile derselben, mit einem Thurme oder mit dem Baierbergejemand beliehen zu haben; den Fischteich am Fusse der Winzen-burg habe Lippold von Escherde ohne seine Erlaubniss ange-legt 3 ). Wenn demnach der folgende Bischof Konrad IL (1221bis 1246) bekundet 4 ), er habe den Thurm auf der oberen Burg(in superiori Castro Wincenburg) von dem Bitter Dietrich vonStockem wiedererlangt und ihn um ein Stockwerk (ad unamdomum) erhöht, so kann nur er selbst der Verpfänder des Thurmesgewesen sein. Dasselbe trifft auf den Baierberg zu, den Konrad II.von den von Escherde einlöste 5 ), worüber er mit diesem mäch-tigen Geschlechte in ernste Fehde gerieth, die erst etwa 1225beigelegt wurde 6 ), wenigstens vergleicht sich der Bischof in

beruht die Angabe (Böhmer-Will, Mainz. Regg. I, 344, Nr. 127, wo irrthüin-lich „Papst B..." statt „Propst B..." gedruckt ist), dass schon ErzbischofHeinrich I. von Mainz im .1. 1150 die Kanonisation Bernwards veranlassthabe, auf einem Irrthum. Vgl. Lüntzel, D. u. St. H. I, 185 f.; V. A. 1840,95. — l ) Lüntzel, Ae. D. H. 386, Nr. 33. — 2 ) Doebner, Hildesh. Urkb. I,38, Nr. 73. — 3 ) Sudendorf a. a. 0. I, 296, Anm. 1; Doebner a. a. 0. I, 45,Nr. 85; fehlerhaft: Koken, W. 181. - 4 ) Chron. Hildesh. in M. G. SS. VII,860; fehlerhaft: Leibniz, SS. r. Br. I, 752 und Cöhn in Forsch. VI, 564,Note 2, der u. a. fälschlich den Bischof Siegfried I. angiebt. — 6 ) Das. —6 ) v. Bocholtz-A., Asseb. Urkb. I, 102, Nr. 141; Sudendorf a. a. 0. I, 297.