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desheim mit seinem Bruder, dem Herzog Albrecht I. (demGrossen) von Braun schweig über Ansprüche des Letzteren auffünf Dörfer des Salzgaues (um Ringelheim) führte, den Eath desHerzogs für den bedrängten Bischof zu erbitten. Die Sendunghatte den gewünschten Erfolg, allein der Tod des Herzogs(16. December 1277) verhinderte die Leistung der zugesagtenHülfe und der Krieg endete unglücklich für den Bischof undsein Land 1 ). Als letzte Burgkaplane werden 1300 2 ) Hermannussacerdos in Wincenborch und 1401 3 ) Hermann Schönfeld genannt,über die sonst nichts bekannt ist.
Die Nachrichten, welche wir von der Winzenburg nachderen Heimfall an das Stift Hildesheini (1152) besitzen, sinddürftig. Bischof Bruno (1153—1162), der die Burg in seinemunmittelbaren Besitz hatte, vollendete, wie schon oben gesagt ist,den sehr festen Thurm auf derselben, dessen Bau sein Vorgängermit bedeutendem Aufwände begonnen hatte. Er hielt sich imFebruar 1156 dort auf 4 ), und bemühte sich, dem Stifte die Burgzu sichern, indem er vom Gegenpapste Victor IV. unterm 15. Fe-bruar 1160 von Pavia aus eine Bulle erwirkte, welche jede Ver-äusserung oder lehnsweise Ueberlassung verbot 5 ).
Demgemäss hören wir auch bis zum RegierungsantrittBischofs Otto I. (1260) nichts von einer Verpfändung. BischofAdelog urkundete nocli in seinem Todesjahre (1190) auf derBurg 6 ) und zwei Jahre später bewirthete sein Nachfolger Bernoden auf der Rückreise von Dänemark nach Rom begriffenenKardinal Cinthius auf der Winzenburg 7 ), was er schwerlich ge-than hätte, wenn sie verpfändet gewesen wäre. Zuvor hatte sich derKardinal drei Wochen lang im Michaeliskloster zu Hildesheim auf-gehalten, welches zur Folge hatte, dass die von den dortigenMönchen betriebene Heiligsprechung Bischofs Bernward (f 1022)vom Papst Coelestinlll. am8. Januar 1193 8 ) ausgesprochen wurde 9 ).
i) Lüntzel, D. u. St. H. II, 268 ff. — 2 ) Or. St.-A. H., Kl. DerneburgNr. 39. — 3 ) Schmidt, Gott. Urkb. II (H. 7), 1, Nr. 1, Note. — 4 ) Bode a. a.0. I, 267, Nr. 235. — 5 ) Jaffe, Beg. pont. Eom. (Ed. II), 420, Nr. 14429, deraber nach Or. G. III, 449 irrig H(ermanno) statt B(runone) setzt. Vgl.Sudendorf, Urkb. I, 295, Note zu Nr. 577 (vom Orig.), der statt des BischofsBruno (f 1162) fälschlich dessen Vorgänger Bernhard I. (f 1153) annimmt. —6 ) Ann. Stederb. in M. G. SS. XVI, 222. — 7 ) Leibniz, SS. r. Br. I, 469. —8 ) Jaffe a. a. 0. 594, Nr. 16943. — 9 ) (Lüntzel), Beiträge I, 48. — Demnach