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schliefst Henning Kauschenplatt im Jahre 1522 1 ) die Reihe derweltlichen Beamten für den Zeitraum unserer Geschichte.
Dass auf der Winzenburg eine Kapelle vorhanden war, istdurch einen Tausch bezeugt, durch welchen im Jahre 1302 2 )dem Bischof Siegfried II. von Hildesheim von dem dortigenMichaeliskloster das Patronatrecht über die Pfarre von Everodeund über die „capella in Castro nostro Wintzenborch" eingeräumtwird. Seitdem blieben Everode und Winzenburg bis zum Jahre1643 unter einer Parochie 3 ).
Von 1217—1232 tritt als erster bekannter Geistlicher aufder Winzenburg ein Werno in Urkunden auf. 1217 4 ) und 1230 5 )nennt er sich „sacerdos in Winzenborch", 1232 6 ) führt er dengleichbedeutenden Titel „plebanus de Wincenburch", und nureinmal im Jahre 1228 7 ) schreibt er sich „capellarius in Winzen-burk". Ob mit dem Amte auf der Burg auch die Abhaltungdes Gottesdienstes in der am Fusse des Burgberges gelegenen,im Jahre 1140 als Zufluchtsort bei feindlichen Einfällen von denBauern gegründeten Kapelle zu Hasekenhausen 8 ) verbunden war,ist nicht zu erweisen. 1261 zeigt sich ein Konrad als Seel-sorger auf der Burg 9 ), der bis zu seinem letzten Erscheinen imJahre 1277 plebanus, capellanus, auch presbiter genannt wird.Nach vier Urkunden von 1263 10 ), 1268 u ), 1271 12 ) und einer un-datierten aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts 13 ), die erals Conradus de Rothinge oder Rottinge unterschreibt, gehörteer dem edlen Geschlechte von Rössing an. Ohne Angabe seinesFamiliennamens ist er noch 1264 M ) und 1277 bekannt. Die letzt-genannte, am 10. April 1277 15 ) in Winsen a. d. Luhe vom HerzogJohann von Braunschweig-Lüneburg ausgestellte und von Con-radus presbiter dictus de Winceburgh bezeugte Urkunde lässterkennen, dass Konrad an das Hoflager des Herzogs gesandtwar, um in Sachen der Fehde, welche Bischof Otto I. von Hil-
x ) Lüntzel, Stiftsfehde 91 u. a. 0. — 2 ) Koken u. Liintzel a. a. 0. II,213. — 3 ) (Lüntzel), Beiträge II, 186 ff., 224 ff. — 4 ) Or. St.-A. H., Kl. Lam-springe Nr. 11. — 6 ) Koken, W. 183. — 6 ) Bode, Goslar. Urkb. I, 498,Nr. 517. — 7 ) Or. St.-A. H., Dornst. Hildesh. Nr. 151. — 8 ) (Lüntzel), Bei-träge II, 224. — 9 ) Or. a. a. 0. Kl. Lamspringe Nr. 29. — 10 ) (Kotzebue),Chron. coen. mont. Franc. 30. — ") Or. a. a. 0. Nr. 33. — ]2 ) Or. das. Kl.Derneburg Nr. 23; Lüntzel, Ae. D. H. 264. — 13 ) Or. das. Kl. FrankenbergNr. 28. — 14 ) (Kotzebue) a. a. 0. 31. — ,5 ) Leverkus, Lüb. TJrkb. I, 249,Nr. 257; Hasse, Schlesw.-Holst.-Lauenb. Begg. u. Urkk. II, 209, Nr. 523.