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lernen wir zwischen 1279 und 1285 Gerhard von Ganders-heim als ersten Vogt auf der Burg kennen 1 ). Unterm Jahr 1283bezeichnet ihn eine andere Urkunde 2 ) ganz bestimmt als solchen.Noch unter der Herrschaft desselben Bischofs wird 1302 3 ) Lam-bert von Sehlde (Selede) Vogt auf der Burg genannt. Zur Re-gierungszeit Bischofs Heinrich IH. (1331—1363) soll Ritter Balduinvon Steinberg das Vogteiamt inne gehabt haben 1 ), was mitRücksicht auf eine Urkunde dieser Zeit, worin der Ritter Aschwinvon Steinberg den Rath zu Hildesheim um Auslieferung des zurVogtei Winzenburg gehörenden Dorfes Hocklum (oder Hockelu)bittet 5 ), nicht unwahrscheinlich ist. Hernach lernen wir einenInhaber dieses Amtes in der Person des Hans von Nettlingen(Netelinghe) kennen, der im Jahre 1362 6 ) eine Urkunde besiegelt.Sein Nachfolger war wohl jener Ryveling, Vogt zu Winzenburg,den 1369 7 ) ein Urfehdebrief nennt. Während die Ritter Konradvon Steinberg und Johann (Hans) von Schwicheldt das Schlossin Pfandbesitz hatten 8 ), wird Henning Wiedenbrügge (Wyden-bruge) im Jahre 1380 9 ) Vogt des ersteren auf der Winzenburggenannt. Vier Jahre später erwähnt Bischof Gerhard seinesneuen Vogtes zu Winzenburg, Heinrich von Medem 10 ), der nachden Hildesheimischen Stadtrechnungen 11 ) noch 1386 im Amte war.Drei Jahre später, während der Pfandzeit des Ritters Heinrichvon Bortfeld, findet sich Ludolf Bodensen dort als Vogt (1389) 12 ).Im 15. Jahrhundert sind nur vier Vögte bekannt: 1406 Besekevon der Wisch 13 ), 1421 Klaus Holstein, der sich Amtmannnennt 14 ), 1439 Hans Hornberg, Vogt zu W. 15 ) und Cord Soke-vorde, Vogt des Grafen Ludolf von Wunstorf, während dieser1446 und später die Winzenburg inne hatte 16 ). Im 16. Jahr-hundert war der Titel Drost längst an die Stelle des Vogts ge-treten und in dieser Eigenschaft, zugleich als Pfandinhaber, be-
x ) Or. St.-A. H., Kl. Lamspringe Nr. 38. — 2 ) Das. Nr. 42. — 3 ) Das.Nr. 86. - 4 ) Behrens, Steinberg 54. — 6 ) Doebner, Hildesh. Urkb. II, 34,Nr. 51. — e ) Or. St.-A. H., Kl. Lamspringe Nr. 134. — ^ Doebner a. a. 0.II, 176, Nr. 294. — 8 ) Sudendorf a. a. 0. IX, 327, Nr. 245, Anm. 1. —9 ) Marienr. Urkb. 390, Nr. 361 u. 362. — 10 ) Doebner a. a. 0. II, 353, Nr. 586;v. Bocholtz-A. a. a. 0. II, 332, Nr. 1329. — ") Doebner a. a. 0. V, 1, S. 87. —1J ) Marienr. Urkb. 397, Nr. 367, 368. — 13 ) Sudendorf a. a. 0. X, 304, Nr. 120.1395 war er Vogt zu Steuerwald. (Koken u. Lüntzel, Mittheil. I, 97.) —u ) Or. St.-A. H., Kl. Lamspringe Nr. 150. — ") Das. Kl. St. GodehardNr. 167. — 16 ) Das. Michaeliski. zu Hildesh. Nr. 497.