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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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kenntlich in einer Urkunde vom Jahre 1147 1 ), worin er die auslauter Personen des niederen Adels Destehende Zeugenreihe be-schliesst. Wahrscheinlich gehörte er zu den Mördern des GrafenHermann II. und floh nach der That nach Baiern, wenigstensfindet sich dort in undatierten Urkunden dieser Zeit ein Kuon-radus de Winzenburch zwischen Personen niederen Adels 2 ).Unter ganz ähnlichen Verhältnissen erscheint um die Zeit desMordes auch ein Pilgerinus de Winzzenburch in der Zeugenreiheeiner baierischen Urkunde 3 ), der mutmasslich zuvor Burgmannauf der Winzenburg und auch betheiligt am Morde war (S. 175 ff.).

Unter den Ministerialen der Hildesheimischen Kirche, unddeshalb vermutlich zur Burgmannschaft gehörend, erscheint ferner1178 4 ) ein Heino v. W. und ebenso in einer zwischen 1180 und1186 5 ) zu setzenden Beurkundung des Abts Wilhelm von Ame-lungsborn ein Eckehard v. W. In gleicher Qualität wird Ba-silius von Escherde vom Bischof Konrad IL — wahrscheinlich1226 6 ) — mit einem Burgsold von 9 Pfund angestellt, und 1317 7 )werden die Brüder Lippold und Basilius von Freden als Burg-mannen auf der Winzenburg genannt. Ihnen untergeordnetwaren die Burgwachen (custodes castri), deren in der mehr-gedachten Urkunde vom 8. Mai 1150 8 ) Erwähnung geschieht.Für die Sicherheit der Burg hatten auch die Thorhüter (por-tenarii) zu sorgen, von denen wir im Jahre 1237 9 ) Lippoldus etJohannes de Coiarde kennen lernen.

Ausserdem wohnte seit dem 13. Jahrhundert ein Vogt (ad-vocatus) auf der Winzenburg, wahrscheinlich zur Verwaltungder Gerichtsbarkeit. Bis 1279, wo Siegfried IL zum BisthumHildesheim gelangte, scheint ein solcher nicht dort gewesen zusein. Erst nachdem dieser kräftige Fürst die Vogtei des amFusse der Burg gelegenen Dorfes Hasekenhausen (später Winzen-burg) von dem Ritter Lippold von Dalem an sich gebracht hatte 10 ),

J ) Bode a. a. 0. I, 239, Nr. 208 u. a. 0. — 2 ) M. B. XXII, 38, Nr. 47;49, Nr. 68. — 3 ) Das. 50, Nr. 71. — 4 ) Copialb. d. Kl. Lamspringe in derBeverin'schen Bibl. zu Hildesh. 41 ff.; fehlerhaft gedr. nach einem anderenCopialb. bei Koken, W. 176 ff.; Harenberg, H. e. G-. 718, Note. — 6 ) Z. f.N. 1877, 14, 73. — c ) v. Bocholtz-A., Asseb. Urkb. I, 102, Nr. 141; Suden-dorf, Urkb. I, 297, Anm. 4. Das Jahr nach Havemann, Br.-Lüneb. Gesch. I,323, Note. — 7 ) Or. St.-A. H. Dornst. Hildesh. Nr. 509. — 8 ) Or. G. III, 444u. a. 0. — 9 ) Or. St.-A. H. Dornst. Hildesh. Nr. 182. — 10 ) Chron. Hildesh.a. a. 0. VII, 867 ohne Grund zu 1310; Leibniz a. a. 0. I, 757.

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