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gemessene Vergütung aus der Hand gab. Er gestattete alsodass die Hildesheimischen Vasallen als Gericht zusammen-traten und Hermann seine Klage anbrachte, worauf edle und freieVasallen ihm die Burg zusprachen. Die Gegenleistung, welchedas Stift erhielt, konnte allerdings den Verlust einigermassenverschmerzen lassen. Hermann übertrug das erst im Jahre 1144aus der Bomeneburger Verlassenschaft erkaufte Schloss Hom-burg mit einem Zubehör von 200 Hufen Landes der Hildes-heimischen Kirche zu ewigem Eigenthum und empfing dasselbesammt der Winzenburg von jener Kirche als deren Lehn zurück.Ausserdem gab Hermann der Kirche den Zehnten zu Othfresen,zahlte 100 Mark — wohl für die Kosten des Wiederaufbaus derBurg — und stellte derselben ein ihr verpfändetes Landgutzurück. Dies Alles wurde am 8. Mai 1150 verbrieft und Her-mann zog nach zwanzigjähriger Trennung in die wiederge-wonnene Winzenburg ein (S. 163 ff.).
Noch in demselben Jahre erfüllte sich der langersehnteWunsch des Bischofs Bernhard I., die in Verfall geratheneBeichsabtei Bingelheim als Geschenk des Königs zu erwerben.Nach der Thätigkeit, welche Graf Hermann IL v. W. im Interessedes Bisthums dabei entwickelte, und nach den Worten des Königsin der Urkunde vom 30. Juli 1150: „er habe die Schenkung aufWunsch des Grafen Hermann vollzogen", kann man nicht be-zweifeln, dass dieser sich dadurch dem Oberhaupte der Hildes-heimischen Kirche für die Kückgabe der Winzenburg noch be-sonders dankbar bezeigen wollte (S. 168 f.).
Doch nicht lange sollte sich Hermann seines neuen Besitzesfreuen. In der Nacht vom 29./30. Januar 1152 wurde er mitseiner schwangeren Gemahlin von seinen eigenen Vasallen undDienstleuten der Hildesheimischen Kirche auf der Winzenburgim Bette ermordet. Mit ihm sank der letzte weltliche Sprosseseines Geschlechts ins Grab.
Betrachten wir, bevor wir die Schicksale der Burg nachdem Erlöschen des nach ihr benannten Geschlechts weiter ver-folgen, die Beamten derselben, soweit sie bekannt sind.
Wie von anderen Schlössern, so schrieben sich auch vonder Winzenburg Burgmannen (castellani), denen die Vertheidi-gung der Burg oblag, so Konrad von Winzenburg, als Burgmann