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sagt wurde 1 ). Derselbe Bischof baute auch an Stelle des altenhölzernen Thurms mit grossen Kosten einen neuen, sehr festen 2 ),den aber erst sein Nachfolger, Bischof Bruno (1153 —1162), voll-endet zu haben scheint 3 ).
Nachdem Graf Hermann I., ohne die Verzeihung des Kaiserserlangt zu haben, um 1138 in der Zurückgezogenheit gestorbenwar, betrieb sein Sohn, Graf Hermann II., ein Günstling desneuen Königs Konrad III., die Rückgabe der Winzenburg mitaller Energie. Ohne Zweifel lag der von Hermann II. undseinem Bruder Heinrich im Jahre 1143 vollzogenen Gründungdes Augustiner-Nonnenklosters Derneburg die Absicht zu Grunde,die Gunst des Bischofs für diesen Zweck zu gewinnen. Aberobgleich Hermanns Bemühungen bei den Fürsten und selbst beimKönig Unterstützung gefunden zu haben scheinen, beharrte derBischof bei seiner Weigerung, und erwirkte, um dem Andringeneinen nachdrücklicheren Widerstand entgegensetzen zu können,vom Papste Eugen III. am 27. Mai 1145 oder 1146 von Viterboaus ein neues Verbot der Veräusserung der Burg 4 ) (S. 135 f., 150).
Je höher von nun an die Macht des Grafen stieg, destodringender wurde seine Forderung. Das Verbrechen seinesVaters, welches die Einziehung des Lehns begründet hatte, warlängst als gesühnt angenommen. Der Bischof und seine Geist-lichkeit musste schliesslich erkennen, dass die Wiederverleihungder Winzenburg unvermeidlich war, zumal da Hermann dieselbemit Unterstützung seines mächtigen Schwagers, des ErzbischofsHartwig I. von Bremen nach Lehnrecht forderte, der Königsogar von Fulda aus einen Befehl zur Bückgabe erlassen hatte,und — was das Bedenklichste — Graf Hermann mit Waffen-gewalt drohte. So musste der Bischof nur darauf bedacht sein,dass er „des Stiftes Hauptschloss", wie die Burg in einer bischöf-lichen Urkunde vom Jahre 1445 5 ) genannt wird, nicht ohne an-
') Jaffe, Reg. pont. Rom. (Ed. II), I, 868, Nr. 7739; Or. G. III, 448 u.Chron. Hildesli. in M. G. SS. VII, 856 mit willkürlichem Jahr 1135. —2 ) Das. 855. Mutmasslich ist es der noch jetzt in seinen Trümmern vor-handene Thurm. — s ) Chron. Hildesh. a. a. 0. VII, 856; Leibniz, SS. r. Br.I, 747. — 4 ) Jaffe a. a. 0. II, 27, Nr. 8817; Or. G. III, 449 ohne Jahr; Bode,Goslar. Urkb. I, 236, Nr. 205; Doebner, Hildesh. Urkb. I, 9, Nr. 22; Leibniza. a. 0. I, 747. — 6 ) Or. St.-A. H. Dornst. Hildesh. Nr. 1645.
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