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Ursprung unserer Burg schon in dieses Jahr. Allein der bessereAbdruck dieser Stelle J ) nennt den Ort richtig "Wimidiburh, womitunzweifelhaft das Dorf Wimmelburg in der Grafschaft Mansfeldgemeint ist, in dessen Nähe die Burg lag, in deren Kirche der(Merseburger) Pfalzgraf Siegfried im Jahre 1038 beigesetztwurde 2 ).
Andere haben den Namen mit Windberg, dem väterlichenSchlosse Hermanns I. in Baiern, in Verbindung gebracht unddie Ansicht ausgesprochen, der Name Windberg (Windeberg,auch Windsberg) sei in der Volkssprache in Winzenburg über-gegangen und in dieser Form später auch in den Urkunden fort-geführt 3 ). Allein selbst wenn es möglich wäre, dass der NameWindberg sich im Niedersächsischen in Winzenburg verwandelnkönnte, so müsste doch einige Zeit über diese Umwandlung hin-gegangen sein. Das ist aber nicht der Fall, vielmehr heisst dieBurg gleich bei ihrem ersten Erscheinen Winceburch und dieseSchreibart bewahrt sie auch, abgesehen von geringen Abweichungen,wie Wincinburg, Winceburg, Wincenburh, Winczenborg, Wyntzen-borch, Winzenburg u. s. w., durch alle Jahrhunderte. WarWinzenburg wirklich der jüngere Name einer älteren Burg, sowird man eher an die einst über dem wüsten Dorfe Hachum beiBockenem gelegene Winzenburg 4 ), an die eben so genannteHarzburg bei der Rosstrappe 5 ), oder endlich, sofern die Be-nennung aus Baiern herüber genommen wurde, an das castrumBawarie Wintze 6 ) zu denken haben, als an Windberg.
Ueber die Art der Erwerbung der Winzenburg durch denGrafen Hermann I. giebt die Urkunde Bischofs Bernhard I. vonHildesheim vom 8. Mai 1150 sichere Auskunft. Dieser sagtdarin, Graf Hermann habe die Burg von seinen beiden Vor-gängern zu rechtem Lehn empfangen 7 ). Der Bischof zählt
') Annal. Saxo a. a. 0. VI, 682. — 2 ) (Krumhaar), die Grafen vonMansfeld und ihre Besitzungen, 80, 83. —, 3 ) Koken, W. 19. — 4 ) Buchholz,Gesch. v. Bockenem 6. — 6 ) Z. d. H.-V., 2. Jahrg. (1869), H. 3, 92. — Diein neuerer Zeit bei der Bosstrappe vorgenommenen Ausgrabungen haben dasDasein einer Burg im Mittelalter bewiesen. Koken W. 84, Note nennt denBerg, auf welchem sie stand, Winde, obgleich seine Quelle nichts davonsagt. — 6 ) Böhmer, Font. rer. Germ. I, 150. — 7 ) Castrum Winzenburg, quoda duobus antecessoribus meis et a me ipso comes Hermannus in beneficiojusto accepit. (Or. G. III, 444 u. a. 0.)