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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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steile kegelförmige Kuppe, welche jene Trümmer trägt, bereitsin vorgeschichtlicher Zeit befestigt und benutzt gewesen ist 1 ).

Wer diese ältesten Befestigungsanlagen zuerst in eine selb-ständige Burg mit Wall und Graben umgewandelt hat, und wanndies geschah, das sind nicht mehr mit Sicherheit zu beant-wortende Fragen. So viel möchte aber wohl erweislich sein,dass sie im 9. Jahrhundert schon gestanden hat, und zwar alsein Eigenthum jenes mächtigen Grafengeschlechts von Assel,welches nach unserer Ermittelung im IV. Capitel im Jahre 984zuerst als Besitzer der im Kreise Wolfenbüttel gelegenen Asle-oder Asselburg in der Geschichte auftritt.

Um das hohe Alter der Winzenburg zu beweisen oder doch imhohen Grade wahrscheinlich zu machen, muss zunächst daranerinnert werden, dass es bei den edlen Geschlechtern in jenerZeit Brauch war, entweder ihre Stammburg in ein Kloster zuverwandeln, wie es die Grafen von Beinhausen thaten (S. 23und 28 f.), oder in der Nähe ihrer Stammburg ein Kloster anzu-legen, welches in jedem Falle einzelnen Mitgliedern aus demHause des Stifters als Zuflucht, allen aber als letzte Buhestättedienen sollte. Zur Kategorie der neu angelegten Klöster ge-hörte Lamspringe, in dessen Gruft nach einer uns schon bekanntenUrkunde vom 2. Januar 1162 Adelheid, die Tochter des Mark-grafen Albrecht des Bären, beigesetzt wurde, der dies Klosterauch mit dem vierten Theile des Kirchlehns zu Apelern (Apul-dere) beschenkte 2 ). Wir haben diesen auffallenden Umstand da-durch erklärt, dass Albrechts zweite Gemahlin, die, wie dieerste, Sophie hiess, eine geborene Gräfin von Assel war, unddaraus die Erkenntniss geschöpft, dass Lamspringe als Familien-kloster ihrer Vorfahren von diesen auch gestiftet sein muss. DieGründungsgeschichte des Klosters ist dieser Auffassung günstig.Unserer Ermittelung (S. 263) zufolge ist der in der Königs-urkunde vom 13. Juni 873 3 ) als Klosterstifter genannte GrafBicdag unbedenklich für einen Grafen von Assel zu halten, dessenTochter Bicburgis dann erste Aebtissin des Klosters wurde.Damit steht nicht in Widerspruch, dass der Volksmund spätererZeiten, als das Geschlecht des Stifters längst erloschen und in

J ) Z. f. N. 1894, 356, 393. 2 ) v. Heinemann, C. d. A. I, 337, Nr. 463u. a. 0. 8 ) Böhmer-Mühlb., R. imp. I, 579, Nr. 1455.