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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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erste Gemahl von Sophiens Mutter, der rheinische PfalzgrafSiegfried I. von Orlaraünde, der zugleich der Oheim Albrechtswar. Otto hiess ebenso Albrechts wie Sophiens Vater, undBernhard I. wird nach Albrechts billungischem Grossoheim ge-tauft sein. Da der Chronist nur die Söhne aus dieser Ehe an-giebt, so scheint auch Gertrud hierher zu gehören, die dannnach ihrer Mutter, welche auch Albrechts Tante war, genanntsein wird.

Diesen für die Eichtigkeit der Ehe des askanischen Mark-grafen mit Sophie von Eieneck zeugenden Ermittelungen trittnun von Ledebur 1 ) mit der Behauptung entgegen, diese Sophiesei in erster Ehe mit dem Grafen Dietrich VI. von Holland ver-mählt gewesen 2 ), und erst nach dessen am 6. August 1157 er-folgtem Tode sei sie die Gemahlin Albrechts des Bären geworden.Diese Angabe stellt sich nach dem Gesagten, wie nach demFolgenden als völlig unmöglich heraus. Hiess die Gemahlinjenes friesischen Grafen wirklich Sophie von Eieneck, so kannsie dem anderen Grafengeschlechte dieses Namens, welches in derrheinfränkischen Grafschaft Eieneck 3 ) zu Hause war 4 ), angehörthaben, und am 26. September 1176 in Jerusalem gestorben sein 5 );mit unserer Gräfin Sophie ist Ledeburs Ansicht unvereinbar.

Ich glaube übrigens die trübe Quelle zu kennen, aus welcherdie ziemlich verbreitete Annahme der Eieneck-Holländischen Ehestammt 6 ). Die Stader Annalen 7 ) berichten zum Jahre 1144:

„-------Tandem domina Eikence fratre impotionato, sola possedit

hereditatem, quam duxit Lotharius. Habuit tarnen sororem,uxorem palatini 8 ) Ottonis de Einekge, a qua descenderunt fratresde Hollant." Den zweiten Satz glaubten die Genealogen auf dievorangehende Kaiserin Eichenza beziehen zu müssen, weil deren(rechte) Schwester (Gertrud) thatsächlich in zweiter Ehe den

l ) Vgl. Voigt in Mark. Forsch. VIII, 120 f. — 2 ) Die falschen An-gaben der Ann. Egmund. (M. G. SS. XVI, 455) 1143: Palatinus item comes (!)Otto (d. J.) de Einecke, filius Ottonis (d. Ä.) et Gerthrudis comitissae, fraterSophiae Holtlandensis (!) haben dazu verleitet. — 3 ) Darin noch jetzt diekleine Stadt Eieneck, nw. von Gemünden. — 4 ) Stein, Gesch. Frankens, I,229, II, 450. — 5 ) Voigtel - Cohn a. a. 0. Taf. 217. — 6 ) Voigtel - Cohna. a. 0. drückt seine Zweifel an der Eichtigkeit der Ehe durch ein Frage-zeichen aus. — 7 ) M. G. SS. XVI, 326. — 8 ) Ueber die Pfalzgrafschaft Ottosd. Ä. von Eieneck vgl. Bernhardi, Lothar, 522, Note 29.

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