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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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wenn man zwei Sophien als seine Gemahlinnen annimmt. Ichwage demnach die Behauptung: Albrecht des Bären erste Ge-mahlin war die Gräfin Sophie von Rieneck; nach deren Todeheirathete er die Gräfin Sophie von Assel, Wittwe Rotmannsd. Ä. von Himstedt und Schwester Ottos, des letzten Grafen vonAssel*).

Der Grossvater der Sophie von Rieneck war der Graf Her-mann I. von Luxemburg (Salm), der Gegenkönig Heinrichs IV.von 1081—1088, welcher mit seiner Gemahlin Sophie, mit derer in zu naher Verwandtschaft stand 2 ), zwei Söhne erzeugte, vondenen Otto (d. Ä.) sich seit 1129 nach der zu den Besitzungenseiner Gemahlin gehörenden Burg Rheineck am Rhein „deRineghe, Rinegge, von Reineck" nannte und 1150 starb. Derandere Sohn Hermann IL (1087—1135) wurde der Stammvaterder Grafen von Salm. Otto d. Ä. heirathete Gertrud von Nort-heim, die Wittwe des rheinischen Pfalzgrafen Siegfried I.von Orlamünde (f 9. März 1113) und Schwester der Richenza,der Gemahlin des Kaisers Lothar III. Aus ihrer ersten Ehestammte Wilhelm, welcher als rheinischer Pfalzgraf am 13. Fe-bruar 1140 starb; der Ehe mit Otto d. Ä. von Rieneck entsprossein Sohn Otto (d. J.) und eine Tochter Sophie 3 ), mit denen wiruns zunächst zu beschäftigen haben.

Otto d. J. war in einer angeblich im Jahre 1143 4 ) ausge-fochtenen Fehde mit dem Bischof Hartbert von Utrecht (1139bis 1150) um die Vogtei der Pfalz a. Rh. in die Gewalt desBischofs gcrathen und längere Zeit in Gefangenschaft gehalten.

!) Wenn Loreck in Z. d. H.-V., 26.. Jahrg. (1893), 209, Note 2 seineMeinung, dass Albrecht nur einmal vermählt war, auf Ergehnisse von Nach-grabungen stützt, die an Albrechts Begräbnissstätte, der St. Nicolauskapellezu Ballenstedt, vorgenommen sind, so ist dagegen zu bemerken, dass die vonseinem Gewährsmann v. Hirschfeld in „Vierteljahrsschrift für Heraldik,Sphragistik und Genealogie", XII (1884), 287—368 beschriebenen Nachgrabungensich auf die sächsisch-askanischen Fürstengräber in Wittenberg erstreckten,nicht auch auf die in Ballenstedt. Allerdings sagt von Hirschfeld a. a. O.233 von den Gräbern Albrechts und seiner Gemahlin in Ballenstedt, dass sieaus Stein gemauerte Sarkophage sind, das schliesst aber doch nicht aus, dasseine zweite Gemahlin Albrechts anderswo (in Lamspringe ?) beigesetzt ist. —2 ) M. B. XXIX, 2, S. 55. — s ) A. d. h. V. f. U. u. A. XXII (1874), 245;Grote, Stammtafeln Nr. 40, 114, 202. — 4 ) Ann. Egmund. in M. G. SS.XVI, 456.

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