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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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der Herzog Heinrich die Asleburg mit den eigentlichen Stamm-gütern des Grafen Otto erhielt 1 ), während der andere etwa ebenso grosse Theil der Besitzungen an die Hildesheimer Kirche kam.Dieser Theil umfasste demnach wahrscheinlich die gräflichenErbgüter, einschliesslich derjenigen Güter, welche nach dem Todedes Grafen Altmann von Oelsburg, der sein Geschlecht beschloss,nicht lange nach dem Jahre 1000 durch seine Gemahlin Hedwig,die eine geborene Gräfin von Assel war, an das Haus Assel ge-kommen sein werden. Zu den letzteren gehörten jene unweitder Stammburg des Grafen Altmann gelegenen 18 Hufen und eineMühle nebst Zubehörungen in Oedelum (Udelem), welche jedochnicht an die Hildesheimische Kirche kamen, sondern von derGräfin Adelheid, Ottos Tochter, dem Kloster Loccum geschenktwurden. Adelheid's Oheim, der Erzbischof Philipp I. von Köln,bestätigte am 5. März 1185 bei Pyrmont diese Schenkung 2 ).

Was wir über die Theilung des Patronatrechts an derKapelle auf der Asleburg wissen, bestätigt ebenfalls die Kichtig-keit der Auffassung des Stederburger Annalisten über die Thei-lung der Assel'schen Güter zwischen dem Herzog Heinrich undder Hildesheimischen Kirche. Am 27. Januar 1213 dotierteKaiser Otto IV. zu Braunschweig die von ihm begründete Kirchezu Scheverlingenburg (jetzt Walle) ausser bedeutenden Güternmit dem halben Patronate in Asleburg (Asle) 3 ) unter Zustimmungseines Bruders, des Pfalzgrafen Heinrich bei Ehein, von dem-selben Tage 4 ). Am 18. Mai 1218, dem Tage vor seinem Tode,änderte Otto jedoch diese Bestimmung, indem er den Ort Schever-lingenburg nebst Patronat und Zubehör, sowie die Patronateüber die Kirchen in Bökeln (Bocle), Elmsburg (Elmesborch),Wendessen (Wenethissen), Börssum (Borsne) und das halbe Pa-tronat über die Kirche in Asleburg (Asleborch) dem Blasiusstiftein Braunschweig schenkte 5 ).

Die andere Hälfte des Patronats der Kapelle auf der Asle-burg und der Kirche zu Burgdorf stand dem Bischof von Hildes-

') Die angebliche Schenkung der Asleburg an die Tempelherren nachdem Tode Ottos von Assel verweist schon Koken, W. 55 in das Reich derFabeln. — 2 ) Hasse a. a. 0. I, 76, Nr. 145; v. Hodenberg, Cal. ürkb. III,Nr. 12 u. a. 0. — 3 ) Or. G. m, 818; Mader a. a. 0. 245; v. Bocholtz-A.,Asseb. ürkb. I, 58, Nr. 80. — 4 ) Das. I, 58, Nr. 81; Or. O. III, 648. —6 ) v. Bocholtz-A. a. a. 0. I, 66, Nr. 94; Mader a. a. 0. 249.