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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Adelog) veräusserte*) und sie am 15. August desselben Jahresmit Einwilligung ihres Bruders an der Malstatt zu Holle (inpago Ambergo in mallo Hollen) feierlich auf den Altar der Jung-frau Maria zu Hildesheim übertrug 2 ).

Trotz der tibereinstimmenden Angaben des erwähnten Chron.Hildesh. und der Slavenchronik 3 ), dass der ganze Nachlass desGrafen Otto von Assel (Asle) an den Herzog gekommen sei, undtrotz der Behauptung des Hildesheimischen Chronisten, derKaiser habe das Geschäft vermittelt und bestätigt, erzählen dieglaubwürdigen Annalen von Stederburg 4 ), der Bischof Adeloghabe nur die Hälfte des Besitzthums (patrimonii) in Assel durchrechtmässigen Kauf an seine Kirche gebracht, die andere Hälftesei an den Herzog Heinrich d. L. gefallen. Für die Richtigkeitdieser Angabe spricht Alles. Wir lesen von einem Streite überdie Mühle zu Wester-Linde (Lindun), welche jeder Besitzereiner Hälfte für sich beanspruchte, und von einem Konrad vonLinde (Linnethe), welcher mit 5 Hufen von Assel'schen Lehn-gutes zur bischöflichen Hälfte gehörte 5 ). Ebenfalls unterscheidetder Hildesheimsche Chronist 6 ) zwischen dem Gute (praedium)in Steinen (Stenem), welches seine Kirche von der Wittwe desGrafen Otto von Assel erworben, und einem zum dortigen Assel-schen Besitzthume gehörenden, derzeit heimgefallenen Lehns-complexe von 7 Hufen und 8 Morgen (jugera), welcher den Dom-herren zu Hildesheim zur Abtragung der durch die Assel'scheErwerbung verursachten Schulden zur freien Verfügung über-lassen wurde. Die Lage des jetzt wüsten Dorfes Steinen dichtbei der Asleburg zeigt, dass jene Länderei aus den Stammgüternder Asseler ausgeschieden wurde, um die erwähnte Entschädi-gung dem Bischof von Hildesheim leisten zu können. Beachtetman ferner, dass bei der Paderborner Erbtheilung der SöhneHeinrichs des Löwen im April und Mai 1202 ^ die Asleburg(Asle) nebst dem Schlosse Lichtenberg und anderen Schlösserndem König Otto IV. zufiel 8 ), so kann man nicht zweifeln, dass

') Chron. Hildesh. a. a. 0. — 2 ) Or. G. HI, praef 39, Note u. —3 ) Helmold, Chron. Slav. in M. G. SS. XXI, 92. — 4 ) M. G. SS. XVI, 218 f.;v. Bocholtz-A., Asseh. Urkb. I, 20, Nr. 23. — 5 ) Ann. Stederb. a. a. 0. 219. —6 ) M. G. SS. VII, 857. — ! ) Nicht 1203, wie gewöhnlich angegeben wird.(Langerfeldt, Kaiser Otto IV., 236.) — 8 ) Or. G. III, 627; Mader, Antiq.Brunsv. 244; Rehtmeier, Br.-Lüneb. Chronik 421 u. a. 0.