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Geschichte der Grafen von Winzenburg
Entstehung
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24!)

seines mütterlichen Oheims Hermann II. von Winzenburg seineRechte mit dem Schwerte selbst zu erkämpfen. Noch hieltKaiser Friedrichs I. Anwesenheit in Deutschland den Ausbruchdes Kampfes zurück. Als dieser aber im October 1166 seinevierte Heerfahrt nach Italien angetreten hatte, trat das in derStille schon lange verhandelte Bündniss Aller gegen Einen offenzu Tage. Von allen Seiten fielen die Verbündeten in des Her-zogs Länder, doch leicht trieb er sie zurück und übte entsetz-liche Vergeltung. Vergeblich drang der im Beginn des Jahres

1168 aus Italien nach Deutschland zurückgekehrte Kaiser aufSchlichtung des Streites. Endlich gelang es ihm, im Sommer

1169 auf einem Reichstage zu Bamberg den Frieden zu ver-mitteln. Er fiel völlig zu Gunsten des Herzogs aus, sodass derKrieg keine weitere Folgen hinterliess, als die traurige Ver-wüstung des Landes.

Zu Anfang des Jahres 1170 hielt Otto sich am Hofe KaiserFriedrichs I. in Frankfurt auf, und beglaubigte dort als Ottocomes de Assela am 1. (2.) Januar eine Urkunde desselben,durch welche dem Kloster Hilwartshausen — die Schöpfung vonOttos Vorfahren — die Erwerbung der Dörfer Hottenhusen *)und Westfeld (Wesevelde) durch Kauf von der Abtei Fulda ge-nehmigt wurde 2 ).

Einige Jahre später muss Otto von Assel gestorben sein,jedenfalls vor 1178, weil in diesem Jahre der Kampf um seinErbe geführt wurde, wahrscheinlich aber schon vor 1174, weileine von dem Bischof Adelog von Hildesheim zwischen 1171 und1174 gepflogene Verhandlung über Güter des Klosters Steder-burg 3 ) darauf schliessen lässt, dass Otto derzeit schon todt war.Als sein Todestag ist der 31. August urkundlich erwiesen 4 ).Er hinterliess eine Tochter Adelheid und seine Gemahlin Salome,Tochter des an einem 8. April vor 1170 verstorbenen 5 ) Gos-win IL von Heinsberg und Schwester des Erzbischofs Philipp I.von Köln 6 ).

') Wohl irrig für Holtenhusen = Wrisbergholzen, nö. von Alfeld. —s ) Posse, C. (1. S. r. I, 2, S. 251, Nr. 362; Bode, Goslar. Urkb. I, 298, Nr. 267;Mecklenb. Urkb. I, 88, Nr. 92; Scheidt, Adel, M. d. 561; Leyser, H. c.Eberst. 24. — 3 ) Ann. Stederb. in M. G. SS. XVI, 210. — ") Westf. Zeitscbr.XXXVI (1878), 2, S. 55. — 6 ) Westf. Zeitscbr. V, 184 ff. Goswins Gemahlinhiess Adelheid, welche ihren Gatten überlebte. — 6 ) Hasse a. a. 0. I, 76, 77,