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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Johanniskloster zu Magdeburg die Fähre bei Fermerslebenschenkte J ).

Erzbischof Heinrich von Assel (Heinricus [I.] Maghede-burgensis archiepiscopus) starb am 15. April 1107. Dass seinSterbetag im Hildesheimer Todtenbuche 2 ) verzeichnet ist, zeigtdeutlich, wo wir die Heimath dieses Kirchenfürsten zu suchenhaben.

Seine genealogische Verbindung mit den späteren Grafenvon Assel mit Sicherheit herzustellen, ist mir nicht gelungen.Ein Bruder oder Verwandter des Erzbischofs muss der Graf vonAssel gewesen sein, welcher Eufemia, die dritte Tochter ausder ersten Ehe des Markgrafen Diepold III. von Vohburg undCham mit der am 26. März 1127 gestorbenen Adelheid, einerpolnischen Fürstin, heirathete 3 ). Ein Sohn dieses dem Vornamennach nicht bekannten Grafen von Assel muss dann der Gemahleiner Schwester der Grafen Hermann II. und Heinrich vonWinzenburg geworden sein, die wahrscheinlich Hedwig hiess(Cap. III, Nr. 3), wie ich am Schluss dieses Capitels zeigenwerde. Der frühe Tod von Hedwigs Gemahl machte dann, wieeine einfache Kombination ergiebt, die Einsetzung einer Vor-mundschaft über den noch minderjährigen Otto, den einzigenSohn aus dieser Ehe, erforderlich, und der kinderlose GrafHeinrich v. W, Hedwigs Bruder, übernahm dieses Amt. DieVerwaltung der ausgedehnten Besitzungen seines Mündels er-forderte natürlich einen öfteren und längeren Aufenthalt auf derAsleburg und Graf Heinrich folgte nur der Sitte seiner Zeit,wenn er sich während desselben nach dieser Burg nannte. Dem-gemäss zeigt er sich von 1139 bis zu seinem im Jahre 1146 er-folgten Tode als comes de Asle und Asleburg mehrfach in denUrkunden 4 ), öfter freilich mit dem blossen Vornamen und einmalsogar als Graf Heinrich von Winzenburg. Auf diese Weise er-klärt sich meines Erachtens der bis jetzt noch nicht aufgeklärte

') Holstein, TJrkb. d. Kl. Berge bei Magdeb. (Bd. IX der Geschichtsq.d. Prov. Sachsen) 10, Nr. 16. Die das. sub Nr. 17 aufgeführte Urk. v. J. 1107bezieht den Erzb. auf ein früheres Jahr. — 2 ) V. A. 1840, 69. — 3 ) Notaegeneal. Bavar. in M. G. SS. XXIV, 76; Sitzungsberichte der k. baier. Akademieder Wissenschaften zu München, Jahrg. 1870, I, 563; G-iesebrecht, D. K. Z.IV (1875), 507. — 4 ) S. die Urkk. der Jahre 1139, 1143, 1145 und 1146 inder Biographie Heinrichs v. Winzenburg. (Cap. III, Nr. 6.)