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Spärlich sind die Nachrichten, die wir über Heinrich vonAssel besitzen. Nach einer anderweit nicht beglaubigten Quellesoll er vor seiner Wahl zum Bischof von Paderborn Propst desDomstifts s. Simonis und Judae in Goslar gewesen sein 1 ). Auchnur eine Urkunde hat sein Andenken an die Zeit seines Epis-copats in Paderborn erhalten. Darin begründet er am 31. März1084 seine und seiner Vorgänger und Nachfolger Memorie inder Kirche zu Heimarshausen durch Schenkung eines Gutes inGrebenstein (Graven) 2 ).
Gegen die Wahl Heinrichs (als Bischof von Paderborn:Heinrich I.) erhob sich die kaiserliche Partei und erreichte, dassHeinrich IV. in seiner Opposition gegen alle kanonische Ord-nung eigenmächtig den Grafen Heinrich von Werl (später vonArnsberg), den Sohn Bernhards 3 ), zum bischöflichen Stuhle inPaderborn ernannte 4 ). Die Paderborner Annalen geben dazunur das Jahr 1084 an, wir erfahren aber anderweit 5 ), dass dieErnennung vor 23. Mai d. J. stattgefunden haben muss. Die er-wähnte Chronik der Erzbischöfe von Magdeburg berichtet auch,dass Heinrich von Werl sich nach Eom begab, wo Heinrich IV.eben den Papst Gregor VII. belagerte. Hier gelang es ihm,mit dem Gelde seines Bruders Konrad, dem er seinen Antheilan dem väterlichen Erbe abgetreten hatte, den Kaufpreis fürdas Bisthum zu gewinnen und mit des Gegenpapstes Wibert(Clemens III.) Zustimmung zum Bischof ernannt zu werden 6 ).
Bischof Heinrich I. (von Assel), wie er von Heinrichs IV.Gegnern ernannt war, stand auch im sächsischen Kriege zuHeinrichs Feinden. Wir finden ihn da in Verbindung mitBischof Udo von Hildesheim, dem geborenen Grafen von Kein-hausen, am 20. Januar 1085 auf einer Versammlung zu Berl-städt (Percstad), wo ohne Erfolg ein neuer Versuch zur Wieder-herstellung des Friedens gemacht wurde (S. 15), als HeinricusPatherbrunnensis designatus et adhuc tantum subdiaconus 7 ).
l ) Heineccius, Antiq. Goslar. 97. — 2 ) Wilinans, Addit. 21, Nr. 22. —3 ) Der irrigen Angabe bei Seibertz. L. u. R. G. Westf. I, 1, Stammtafel I,dass er der Sobn Heinrichs I. von Werl, tritt Wilmans a. a. 0. 24 ff. ent-gegen. — 4 ) Annal. Patherbr. 99. — 6 ) Stumpf, R. K. Nr. 2854—2857. —6 ) Wilmans, Addit. 24. Als Bischof von Paderborn hiess Heinrich v. Werl:Heinrich IL — 7 ) Ann. Saxo in M. G. SS. VI, 721; Ann. Hagdeb. das. XVI,176 f.