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konnten, folgt daraus, dass einige von ihnen in diesem Jahreschon todt waren, so die Erzbischöfe Willigis von Mainz undTagino von Magdeburg, die Bischöfe Eethar von Paderborn,Erlwin von Cambray und der Herzog Hermann III. von Schwaben.Die sonst Unterschriebenen der ersten Ausfertigung von 1007sind lauter sächsische Grosse, darunter ein Aeggihardus comes,den ich unbedenklich für unsern Grafen Eckhard II. von Asselhalte 1 ). Ob dieser im Jahre 1019 noch am Leben war, wiedie Ann. Hildesh. 2 ) vermuthen lassen, wage ich nicht zu be-stimmen.
In der Fastenzeit dieses Jahres hielt Kaiser Heinrich IL,umgeben von einer zahlreichen Versammlung der Grossen, eineSynode in Goslar 3 ). Hier war es, wo in Gegenwart des Kaisersund unter dem Vorsitze des Bischofs Bernward von Hildesheimauf Grund der synodalen Beschlüsse die Ehe Gottschalks (d. Ä.),des Sohnes eines mit hohem Beichsamt betrauten Mannes (prae-ses) 4 ), Namens Eckhard (Eggihardus), und der Gertrud, Tochterdes Grafen Ekbert, geschieden wurde. Entgegen der MeinungHirsch's 5 ), der diesen Eckhard für den Markgrafen Eckehard I.von Meissen hält, erkannte schon Cohn 6 ), dass nur an jemandgedacht werden könne, der in der Nähe von Hildesheim ansässigwar, schwerlich an Eckehard I. von Meissen, dem die Bezeich-nung „Markgraf" nicht vorenthalten sein würde. Demnach kanndie Identität dieses Grafen mit unserm Eckhard IL von Asselnicht zweifelhaft sein, nur fragt es sich, ob er 1019 noch lebte,was aus den Quellen nicht zu entscheiden ist. Es muss auf-fallen, dass der gleichzeitige Schreiber dieses Abschnittes der
*) Das Original der Urkunde von 1013 (St.-A. H., Calenb. Or. Arch.Des. 31, Mainz 1) ist von Bayer in Forsch. XVI, 178 ff. als unzweifelhaftecht erkannt; ebenso von Diekamp, Suppl. 1, S. 100, Nr. 608. Dagegenhalten Giesebrecht D. K. Z. 4. Aufl. II, 598, Hirsch, Jahrbb. d. deutschenKeichs unter Heinrich II., Bd. II, 2, Anm. 2, Böhmer-Will, Mainz. Begg. I,139, Nr. 154, Stumpf, B. K. Nr. 1572 u. a. die Urkunde irrig für unecht. —Bichtig .gedruckt ist die Urk. von Bayer a. a. 0. Fehlerhafte Drucke:Schaumann, Gesch. d. nieders. Volkes 345; N. V. A. 1828, I, 268; Harenberg,H. e. G. 526. — 2 ) In M. G. SS. III, 95. — 8 ) 1019, nicht 1018, wie dieAnn. Hild. a. a. 0. irrig angeben, war der Kaiser in Goslar. Vgl. Stumpf,B. K. Nr. 1716—1718; auch Ann. Saxo a. a. 0. und Annal. Quedlinb. zumJ. 1019. Zur Sache: M. G. LL. II, 2, S. 173. — 4 ) Ueber praeses s. Schrader,Dynastenst. 63. — 5 ) a. a. 0. I, 461. — 6 ) Forsch. VI, 549 f.