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Hildesheimer Annalen, welcher im Michaeliskloster zu Hildes-heim als Mönch lebte x ), und somit gut unterrichtet sein musste,bei Erzählung der gedachten Ehescheidung in Goslar nicht desbrüderlichen Verhältnisses zwischen Gottschalk (d. Ä.) und Bern-ward gedenkt. Von Gertrud, der geschiedenen Gemahlin Gott-schalks d. Ä., sagt er auch nur, dass sie die Tochter einesGrafen Ekbert war, in welchem man jedoch leicht den braun-schweigischen Ekbert den Einäugigen erkennt 2 ). Auch ein GrafEckhard (Eggiharidus), der in der Fastenzeit in Goslar war,und unter den Edelsten des Reiches (optimatum nostri regni)genannt wird, welche am 20. März 1019 den Kaiser baten, diewestfälische Abtei Schildesche dem Bisthum Paderborn zu in-korporieren 3 ), könnte unser Graf Eckhard II. von Assel sein,wenn seine Verschiedenheit von einem Grafen Eckhard (Ekkikavon Aslan, der Gründer von Heimarshausen?), welchem wiröfter mit einem uns schon bekannten Grafen Ludolf des Al-munga-Gaus in westfälischen Quellen 4 ) begegnen, nachzuweisenwäre, was mir nicht gelingen will.
Dass der Graf Gottschalk d. Ä. von Assel der Sohn Eck-hards II. war, steht nach der angezogenen Kaiserurkunde vom31. Juli 999 (S. 234) unzweifelhaft fest; ob er der Bruder desheiligen Bernward von Hildesheim war, ist zwar urkundlichnicht zu beweisen, doch sind die Zeitangaben meiner Annahmegünstig, ebenso die Uebereinstimmung der Namen. Hiess derSohn Gottschalks d. Ä. Eckhard (III.), wie man mit grosserWahrscheinlichkeit annehmen kann, so ist er nach seinem väter-lichen Grossvater getauft, wie Bernward nach seinem mütter-lichen Grossvater, dem Pfalzgrafen Bern.
Auf den Lebensgang des Mannes näher einzugehen, dendie Kirche als Heiligen verehrt, ist hier nicht der Ort. Haupt-quelle für Bernwards Leben ist der Aufsatz seines ihn über-lebenden Lehrers und Freundes Thangmar 5 ), der Priester der
a ) Geschichtschr. d. deutschen Vorzeit, V, Lief. 40, Einleit. S. VI. —2 ) Wersebe, Gaue 182. — 3 ) Vita Meinw. ep. in M. G. SS. XI, 141; Wil-mans-Philippi, Kaiserurkk. II, 181, Nr. 152; Posse, C. d. S. r. I, 1, S. 287,Nr. 64; Bode, Goslar. Urkb. I, 117, Nr. 14, der ihn irrig für den MarkgrafenEekehard II. Ton Meissen hält; Erhard, E. h. W. I, C. d. 78, Nr. 98. -4 ) Das. 65, Nr. 87, 1 und 2. — 6 ) Thangmari vita Bernwardi ep. in M. G.SS. IV, 757—782, übersetzt von Hüffer in „Geschichtschr. d. deutschen Vor-