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Eckhard auf unsern Eckhard IL beziehen, so sind wir berech-tigt, ihn als Gründer der nahe bei Holzhausen gelegenen jetzigenStadt Eckartsberga anzusehen. Seine besondere Gunst erwiesihm Otto ILI., nachdem er zum Kaiser gekrönt war, dadurch,dass er ihn zu seinem Begleiter wählte, als er am Ende,desJahres 997 abermals über die Alpen ziehen musste, um denunter seinem Schutze im Jahre zuvor gewählten Papst Gregor V.gegen die tyrannische Willkür des römischen Konsuls zu schützen.Fast während der ganzen beiden folgenden Jahre blieb derKaiser in Italien. Am 31. Juli 999 war er in Subiaco bei Romund bestätigte dort dem Kloster Gernrode auf Bitten des GrafenEckhard II. (Eggihardi comitis) und seines Sohnes Gottschalkd. Ä. (Gotescalki) das Recht der selbständigen Wahl der Aeb-tissin x ).
Noch einmal erscheint Graf Eckhard II. im Jahre 1007,als König Heinrich II. den langjährigen, zwischen dem BisthumHildesheim unter dem Bischof Osdag (985—989) und dem Erz-stift Mainz entbrannten Streit um die geistliche Jurisdictionüber das reiche und hochangesehene Frauenkloster Ganders-heim 2 ) zu Gunsten des Bisthums Hildesheim am 5. Januar 1007in Pöhlde entweder beendete oder doch für lange Zeit beilegte 3 ).Die darüber ausgestellte Urkunde 4 ) ist wahrscheinlich bei demBrande des Münsters in Hildesheim am 21. Januar 1013 zer-stört 5 ). Der König liess deshalb am 23. Januar d. J. zu Werlin Westfalen, wo er auf der Reise nach Aachen längere Zeitkrank lag, eine neue ausfertigen, in welche die zahlreichenUnterschriften der ersten Ausfertigung von derselben Hand,welche die Neuausfertigung schrieb, jedoch getrennt durch einensenkrechten Strich von den übrigen Theilen der Urkunde, über-tragen wurden. Dass diese abgesondert aufgeführten Unter-zeichner nicht der Ausfertigung vom Jahre 1013 angehören
J ) M. G. DD. II, 2, S. 754, Nr. 326; v. Heinemann, C. d. A. I, 69,Nr. 88; Posse, C. d. S. r. I, 1, S. 278, Nr. 50. — 2 ) Bresslau, Konrad II., I,46. — 3 ) Ann. Hild. in M. G. SS. III, 93; Vita Bernw. das. IV, 777; VitaGodeh. das. XI, 185. — 4 ) Die bei Hartzheim, Concil. Germ. III, 40 abge-druckte, zu Werl am 23. Januar 1008 ausgestellte Urkunde über den Ver-zicht des Erzbischofs Willigis von Mainz auf seine Ansprüche an die Kirchezu Gandersheim zu Gunsten des Bischofs Bernward von Hildesheim ist mitBenutzung der Vita Bernwardi fabriziert und gewiss unecht. — 6 ) Ann.Hild. a. a. 0. III, 94; Urk. v. J. 1013 bei Lüntzel, Ae. D. H. 349, Nr. 6.