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wird er kaiserlicher Truchsess genannt gelegentlich einer Schen-kung von drei in Dornten (Durnede) im liildesheimischen GauLeriga gelegenen Hufen, welche der Kaiser ihm am 29. Mai(1000) in Tribur macht 1 ). Ob Esico sich den Anspruch auf dieseGnadenbezeugungen etwa als Burggraf von Merseburg oderdurch ein ihm anvertrautes Amt (Schirmvogtei?) über die PfalzenMerseburg und Allstedt im thüringischen Hessengau erworbenhatte, muss dahingestellt bleiben. Allem Anschein nach warEsico's Sorge für die Pfalzen die wesentlichste Stütze seinesAnsehens. Das zeigte sich deutlich im Jahre 1002. Als nachOttos III. Tode der Markgraf Eckhard I. von Meissen Ansprücheauf den Thron erhob, und sich zunächst der Pfalzorte zu be-mächtigen suchte, behauptete Esico, der „Getreue" des neuenKönigs Heinrich IL, die Vesten Merseburg, Allstedt und Dorn-burg, bis Heinrich selbst am 24. Juli nach Merseburg kam, umhier die Huldigung der sächsischen Fürsten entgegen zu nehmen.Unter den dazu Erschienenen nennt Thietmar 2 ) den PfalzgrafenFriedrich I. von Sachsen, Esicos Bruder.
Der „ehrwürdige" Graf Esico starb nach dem Necrol.Merseb. 3 ) am 22. November 1004 zu Liubizici 4 ) und wurde inder Kirche zu Merseburg in Gegenwart des Königs beigesetzt,der noch in demselben Jahre das „comitatum (des Grafen Esico)super Merseburg et beneficium ad hunc pertinens" dem GrafenBurchard gab, der schon im Jahre vorher als Pfalzgraf bezeichnetwird 5 ). Das ganze Eigengut Esicos behielt der König nachPächterspruch für sich 6 ).
"Wo die Grafschaft Esicos gelegen hat, ist nicht unmittelbarüberliefert. Da aber anzunehmen ist, dass die ihm vom Kaisergeschenkte Kukenburg in seiner Grafschaft lag, so wird diese
!) M. G. DD. II, 2, S. 794, Nr. 365; Leibniz (Pertz), Ann. imp. III,756; Grupen, Observ. rer. et antiq. Germ, et Korn. 25. — a ) M. G. SS. III,794. — ") N. Mittheil. II, 2, S. 257, XI, 245, 254. — 4 ) Nach der Z. d. H.-V. VII (1874), 87 ff. entweder das wüste Ibitz bei Deutschenthal ö. vonSchraplau, oder — wahrscheinlicher — ein slavischer Gesamtname derMarken Asendorf und Dornstedt so. von Schraplau im Thüringischen Hessen-gau. Die Spruner-Menke'sche Gaukarte III, Nr. 33 legt den Ort an dieSaale nö. von Naumburg, dicht neben die Burg Goseck, hart an die Grenzedes Thüringischen Hessengaus. — 5 ) Stumpf, E. K. Nr. 1354. — 6 ) Thietm.chron. a. a. 0. III. 809.