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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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die nördlichere des Thüringischen Hessengaus gewesen sein, inwelcher er somit der Nachfolger seines Bruders Bio wurde.

Unter welchem Bechtstitel Esicos allodiale Besitzungen anden Fiskus kamen, ist, bei dem Vorhandensein erbfähiger Ver-wandten nicht recht erklärlich. Die dem Grafen erst im Jahre999 vom Kaiser Otto III. zu Eigen gegebenen Güter in Kuken-burg und Obhausen schenkte König Heinrich IL am 23. November1004 in Merseburg zu seinem und der Seinigen Seelenheil, sowie„pro memoria Esiconis comitis animae" dem dortigen Bisthum 1 ).

Wir kennen aus der Vita Bernwardi 2 ) noch eine Tochterdes Pfalzgrafen Athelbero (Bern), welche die Mutter des BischofsBernward von Hildesheim wurde. Weder ihr Vorname noch derName ihres Gemahls wird genannt; aber wir haben einen GrafenEckhard II., den väterlichen Ur-Ur-Grossvater des ErzbischofsHeinrich I. von Magdeburg aus dem gräflichen Hause von Asselim Jahre 984 als Besitzer der Asleburg kennen gelernt, der sichaus einer Urkunde vom 2. September 997 als ihr Gemahl nach-weisen lässt. Der Kaiser Otto III. schenkt darin zu Thorr derSchwester des Bischofs Bernward, Thietburga, eine Königshufeim Dorfe Wöllmarshausen (Wosthalmeshusun) im Leinegau, mitwelcher ein Graf Eckhard (Eggihardus) IL bisher belehnt war.Als Fürbitter erscheinen dabei: der Bischof Bernward, die Aeb-tissin zu Essen, Mathilde, und der genannte Graf Eckhard (IL) 3 ).Schon der Umstand, dass der Letztere selbst den Kaiser bittet,sein Eigenthum einer anderen zu schenken, lässt vermuthen,dass diese andere eine nahe Verwandte des Bittstellers war.Nimmt man dazu, dass von den Intervenieren der Bischof Bern-ward der Bruder der Beschenkten, die Aebtissin Mathilde dieNichte des Kaisers war, so wird man auch in dem Grafen Eck-hard IL einen Verwandten der Thietburga — wie ich glaube,ihren Vater — erkennen dürfen.

Zu diesem Resultate gelangen wir noch auf einem sichererenWege. Hedwig, vermählte Gräfin von Oelsburg, Mutter vonFrederunda, der Stifterin des Klosters Stederburg, war, wie ich

>■) Höfer a. a. 0. II, 139; Stumpf, E. K. Nr. 1397 mit falschem Aus-stellungsort Magdeburg. — 2 ) M. G. SS. IV, 758. — ") M. G. DD. II, 2,S. 669, Nr. 253; Or. G. IV, 475; Posse, C. d. S. r. I, 1, S. 278, Nr. 49 (un-vollständig); fehlerhaft: N. V. A. 1828, I, 266. — Mit Ausnahme der M. G.DD. haben sämmtliche Drucke das falsche Datum Septbr. 3.