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Eckhards nach Rom beseitigt wurden 1 ). Erst am 5. Juni 1011konnte Bischof Meinwerk von Paderborn die Weihe desselbenvollziehen 2 ).
Als der Kaiser Heinrich IL auf dem Feldzuge gegen diePolen am 10. und 11. Juli 1017 bei Leitzkau im Lager stand,schenkte er am letztgenannten Tage dem Bischof Meinwerk dasKloster Heimarshausen zu eigenem Besitz und Verwaltung 3 ).Paderborn scheint sich aber nicht im Besitze behauptet zu haben,denn am 17. October 1144 bestätigte, wenn die Urkunde echt ist(S. 141), König Konrad III. dem Kloster die von früheren Kaisernverliehenen Freiheiten 4 ).
Es fragt sich nun: „wer war der Klosterstifter von Hil-wartshausen?" Dem Annalista Saxo zufolge war er derselbe,welchem Heimarshausen sein Dasein verdankt, also nach unsererErmittelung Graf Eckhard (Ekkika) von Aslan. Gegen dieseAnnahme ist jedoch einzuwenden, dass schwerlich eine und die-selbe Person in einem Jahre zwei so bedeutende, noch dazunicht weit von einander entfernte Stiftungen ins Leben rief.Sehen wir uns deshalb nach einem anderen Grossen des NamensEckhard um, auf den die schwachen Andeutungen der Quellenüber den Klosterschöpfer zutreffen, so können wir kaum zweifeln,dass der Graf Eckhard II. von Assel der Urheber der Gründungwar. Als erste Aebtissin, die gewöhnlich aus der Verwandt-schaft des Stifters gewählt wurde, haben wir schon eine Roth-gardis kennen gelernt, die ich später als Schwester der Gemahlindieses Grafen Eckhard II. nachweisen werde, und der BischofBernward von Hildesheim, welchem der Kaiser die jungePflanzung schenkte, war der Sohn desselben, von mir als Stifterangenommenen Grafen.
Dieser Auffassung entspricht der Bericht des Abts Thietmarvon Heimarshausen, demzufolge (s. oben) der Stifter seines Klostersdasselbe aus Betrübniss über den frühen Tod seines einzigen
') Vgl. Diekamp, Suppl. 1, S. 90, Nr. 561, wo übrigens die Bulle PapstSilvesters II. vom April 1002 irrig zum 21. April 1000 aufgeführt ist. —
2 ) Vita Meinw. in M. G. SS. XI, 114; Erhard a. a. 0. I, 150, Nr. 752. —
3 ) Wilmans-Philippi a. a. 0. II, 175, Nr. 148; Erhard a. a. 0. I, C. d. 74,Nr. 93; vgl. Ficker, Beitr. I, 230; Sehrader, Dynastenst. 27. — 4 ) Wilmans-Philippi a. a. 0. n, 291, Nr. 309; v. Heinemann, C. d. A. I, 229, Nr. 309;Posse, C. d. S. r. I, 2, S. 122, Nr. 174.