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Grafen Esico (III.) von Reinhausen gegeben haben, der, weil ei-sernen Erben verlor, dem gedachten Kloster eine Schenkungmachte. Ausserdem ist es nicht richtig, wenn Cohn a. a. 0.meint, Esico sei nur eine andere Form für Eckhard. Dagegensprechen die Angaben der Vita Meinwerci 1 ) ganz entschieden.Nach dieser lebten gleichzeitig (um 1015) und unabhängig voneinander ein Graf Ekkihard und ein Graf Esico. Wohl aberhalte ich Ekkika für gleichbedeutend mit Ekkihard (Eckhard) 2 )und demgemäss einen comes Ekkika de Aslan für den Stifterdes Klosters Heimarshausen.
Die Heimath der Grafen von Aslan war Asseln beiLichtenau im Gau Soratfeld in der Diöcese Paderborn, undEkkika war zwischen 1015 und 1024 Untergraf des westfälischenGrafen Ludolf, der damals dem grossen pagus Almunga vor-stand 3 ). In dem angrenzenden sächsischen Hessengau, in welchemHeimarshausen lag, hatte Graf Ekkika gewiss Besitzungen 4 ) undkonnte somit, wie die Vita Meinwerci 5 ) sagt, das Kloster aufeigenem Grund und Boden erbauen. Auf ihn passen auch diesonstigen Nachrichten, die wir über den Klosterstifter besitzen,wie auf keinen anderen. In dem paderbornischen Kloster Corveysetzten die Mönche in einem erhaltenen Fragmente 6 ) die NamenAkkihardus com. und Machthilda com. vor den ersten Heimars-häuser Klosterabt Haulfus abbas und die Namen der anderenKlosterbrüder Heimarshausens, und gewiss fand ein Graf Eck-hard im (ungedruckten) Todtenbuche des in der Stadt Paderborngelegenen Klosters Abdinghof nur deshalb zum 14. August Er-wähnung 7 ), weil er der Stifter des Klosters Heimarshausen war.
Die Vollendung des Klosters scheint übrigens auf Schwierig-keiten gestossen zu sein, die anscheinend erst durch eine Eeise
J ) M. G. SS. XI. — 2 ) Den Beweis liefern zwei Urkundenfragmentebei Erhard, E. h. W. I, C. d. 65, Nr. 87. In dem einen erseheint der GrafLudolf des westfälischen Almunga-Gaues mit dem comes Bkkihardus, in demanderen mit dem comes Bkkico (Esico), sodass man beide unbedenklich alseine und dieselbe Person annehmen kann. — 3 ) Seibertz, L. u. E. G. Westf.I, 2, S. 343. — 4 ) Darauf hin deutet das längst wüste Asien ultra nemus,das am r. Ufer der Diemel, dem Dorfe Ossendorf gegenüber, lag. (Finke,Westf. Urkb. IV, 3, S. 1031, Nr. 2271 und S. 1057, Nr. 2329.) — 5 ) M.G. SS. XI, 114. — 6 ) Das. XII, 284, Note 3. — 7 ) Ann. Patherbr. 93,Note 4.