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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Sohnes gegründet hat. Das trifft auf den Grafen Eckhard II.von Assel nicht zu, dessen Descendenz wir ein Jahrhundert hin-durch bereits festgestellt haben, wohl aber auf den Grafen Eck-hard (Ekkika) von Aslan, der zuletzt als Zeuge in zwei Ur-kunden des Jahres 1024 vorkommt, von denen die eine am25. März in Mühlhausen i. Th. 1 ), die andere am 14. Septemberin Herzfeld a. d. Lippe 2 ) ausgestellt wurde, und dessen Familien-name von da an für immer aus den Urkunden verschwindet.Kann man schon hieraus schliessen, dass Eckhard von Aslander Letzte seines Geschlechts war, so wird dies durch das früherangezogene kaiserliche Privilegium vom 21. April 1000, woriner dem Abte des von ihm gegründeten Klosters sofort nachseinem — des Grafen — Tode die freie Wahl eines Klostervogtszugesteht, fast zur Gewissheit. Schwerlich würde der Grafdieses wichtige Recht seiner Familie entzogen haben, wenn nochErben seines Namens am Leben gewesen wären.

Nach alledem erkenne ich in dem Grafen Eckhard IL vonAssel den Klostergründer von Hilwartshausen, in dem GrafenEckhard (Ekkika) von Aslan und seiner Gemahlin Mathilde dieGründer von Heimarshausen, und setze als Errichtungszeit beiderKlöster das Jahr 1000 an.

Der Irrthum des sächsischen Annalisten, beide Gründungeneinem Grafen zuzuschreiben, beruht meines Erachtens auf derAehnlichkeit beider Namen. Entweder enthielt die Quelle, welcheer ums Jahr 1150 bei Abfassung seiner grossen historischenCompilation benutzte, den Namen des Grafen von Assel in dernicht ungewöhnlichen Form von „Asle", und der Annalist identi-flcierte ihn mit dem Namen des ihm unbekannten, weil längsterloschenen Hauses von Aslan, den er in seiner Vorlage eben-falls fand, oder — was wahrscheinlicher ist — die letztere ent-hielt bloss die Namen Ekkihardus und Ekkika, und der Ver-fasser trug, da er beide für gleichbedeutend hielt, nur denersteren in sein Werk ein. Solche Irrthümer sind, wenn ge-nealogische Erörterungen in Frage kommen, bei ihm bekanntlichnicht selten.

Wir kehren zu dem Pfalzgrafen Athelbero (Bern) aus demHause Goseck, Bernwards mütterlichem Grossvater, zurück, von

*) Vita Meinw. a. a. 0. XI, 123; Erhard a. a. 0. I, 167, Nr. 925. —2 ) Vita Meinw. a. a. 0. 154; Falke, T. 0. 637 mit falschem Jahr 1029.