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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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hausen (Gerwardeshusun, wüst) und Thieddecheshusun seitenseines ungenannten Ausstellers der Urkunde 1 ) an das KlosterHilwartshausen in die Hand des Vogts Thietmar durch diedomina Helmburg (una matrona vidua nobilissimae prolis nomineHelmburhc) mit Zustimmung ihrer Töchter Aethelwif undMaercsuit, Nonnen zu Hilwartshausen, und Hildburg (Hildiburc)und Pritheburg (Fritheburc), Nonnen zu Gandersheim. DieseSchenkung Hess die domina Helmburg — ungewiss wann — mitihren Töchtern und der Aebtissin Berthilda (Berhthilda) TonHilwartshausen von dem venerabilis comes Bern, ejusdem mo-nasterii Hildiwardeshusun advocatus, bestätigen, und zwar zuerstin der Königspfalz zu Grone vor dem Kaiser Otto (II ?), danachnochmals in Weende (Winithi), und zuletzt in Rostorf (Rasthorp).Es heisst dann weiter, es sei zu Zeiten König Heinrichs (II.) 2 )eine neue Auflassung der Dörfer Gerbershausen (Gerwardes-husun) und Thieddecheshusun an die Aebtissin Rothgardis (Hroht-gerd) 3 ) und deren Rückempfang als Beneflcium durch Hildburg(Hildiburc) und Pritheburg (Fritheburc) erfolgt, wozu die Aeb-tissin Grund und Boden zu Friedrichshausen (Frithurikeshusun)mit 17 Hufen Landes hinzugefügt habe 4 ).

Die Thatsache der Schenkung selbst zu bezweifeln, habeich mit Waitz 5 ) keinen Grund. Desto bedenklicher finde ich dasHereinziehen des Pfalzgrafen Bern (Athelbero), um dessen willendas ganze Aktenstück verfasst zu sein scheint. Mit ihm, demangeblichen Klostervogte von Hilwartshausen, soll die AebtissinBerthilda und die domina Helmburg zu einer ungenannten Zeitnach Grone gereist sein, um die Schenkung von dem KaiserOtto bestätigen zu lassen. Waitz a. a. 0. und Gruber 6 ), derein Fragment der Tradition giebt, nehmen für diese Handlungdie Zeit Ottos I. an, der am 7. Mai 973 starb. Wäre diesrichtig, so könnte, da wir den Grafen Bern erst während derRückreise dieses Kaisers aus Italien im Sommer 972 als Pfalz-

a ) Waitz in Forsch. XIV, 28 hält den Bischof Bernward von Hildes-heim für den Aussteller der Urkunde wegen des seinem mütterlichen Gross-vater darin gespendeten Lobes. (S. 211.) — 2 ) 1002—1014. — 3 ) Tochterdes Pfalzgrafen Bern, Aebtissin zu Hilwartshausen. (f 1006.) — 4 ) Forsch.XIV, 26 vom Or. St.-A. H., Kl. Hilwartsh. Nr. 8a. — 6 ) Forsch, a. a. 0. 23. -6 ) Zeit- u. Gesch.-Beschr. d. Stadt Göttingen, I, S. (72); danach ohne ZweifelFalke, T. C. 133.