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und sechs Familien in Gimte (Gemmet) schenkt, weist schondas falsche annum regis 35 (statt 34) auf Fälschung hin, als■welche die zweite Urkunde ähnlichen Inhalts von Ficker 1 ) un-zweifelhaft erwiesen ist. Was danach von der Echtheit derdritten Urkunde — Bestätigung der väterlichen Schenkung durchden Sohn — zu halten ist, bedarf keiner Erörterung 2 ).
Im Jahre 973 tritt nun wiederum eine Hemma, offen-bar die angebliche Tochter der uns bekannten WohlthäterinAeddila, in den Urkunden als Aebtissin in Hilwartshausen auf.Unter ihrer Regierung soll am 18. September d. J. der in derPfalz Bodfeld (Botveldun) weilende Kaiser Otto IL dem Klostergenannte Güter in den Gauen Chuningessundera, Einrich undNahgau geschenkt haben 8 ). Bedenken gegen die Echtheit desDokuments erregt neben der Abweichung des Regierungsjahresvon dem Aus Stellungsjahre das Fehlen von Intervenienten unddie sehr entfernte Lage der geschenkten Güter an der west-lichen Grenze Frankens.
Eben so wenig Anspruch auf Authenticität können zweiKönigsdiplome machen, welche Otto III. zugeschrieben werden,als dieser, wie behauptet wird, am 20. Januar 990 in Heiligen-stadt war. In dem einen schenkt der König der Aebtissin Hemmazu Hilwartshausen das Dorf Rhöda (Hrethon) im Hessengau,welches früher der dortigen Kirche von der Ida matrona über-geben war 4 ). In dem anderen schenkt der König dem KlosterHilwartshausen die ihm von der domina venerabilis Ita (wohldieselbe) übergebenen Dörfer Gross - Wiershausen (Wizzeres-huson) und Meensen (Manisi) im Leinegau 5 ). Ausser einigennicht gewöhnlichen Fehlern in der zweiten Urkunde erregenbeide Diplome keinen Verdacht der Fälschung.
Wir kommen nun zu dem letzten und für unseren Zweckwichtigsten Dokumente. Es betrifft eine vom Jahre 1003 da-tierte Schenkung von Gütern zu Waake (Vake), Gothardesseu(Gateredeshusun, wüst), Behrensen (Bernhereshusun), Gerbers-
') Beitr. I, 296; Stumpf, R. K. Nr. 489. — 2 ) Ueber die drei Urkundenund deren Quellenangaben s. Seite 211. — 8 ) Or. St.-A. H., Kl. Hilwarts-hausen Nr. 5 mit Jahr 974, aber ind. 1, ann. reg. 13, imp. 6; M. G. DD. U,1, S. 70, Nr. 60; Stumpf, B, K. III, 22, Nr. 16. - 4 ) M. G. DD. II, 2, S. 464,Nr. 59; Stumpf, E. K. HI, 27, Nr. 21. — 6 ) M. Q. DD. II, 2, S. 465, Nr. 60mit Zweifeln an der Echtheit; Stumpf a. a. 0. 28, Nr. 22.