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grafen kennen lernten (S. 211), die Bestätigung- nur in den erstenApriltagen des folgenden Jahres geschehen sein. Am 28. März973 befand sich allerdings der Kaiser in Quedlinburg 1 ), von woaus er die beschwerliche Eeise über den Harz nach G-rone unter-nommen haben könnte. Das ist aber kaum glaublich, weil wirihn schon am 9. April wieder in Walbeck, also in entgegen-gesetzter Richtung von Quedlinburg, antreffen 2 ), wir ihm alsoin der Zeit von höchstens 12 Tagen eine Eeise zumuthen müssten,die nach den damaligen Verhältnissen unmöglich scheint. Fandsomit die Verlautbarung der Schenkung in Grone überhauptstatt, so kann sie nur vor Kaiser Otto II. geschehen sein, derim Jahre 973, wahrscheinlich am 7. Juni, in seiner dortigenPfalz residierte ■').
Ausser den verdächtigen äusseren Merkmalen, welcheWaitz 4 ) bemerkt hat, und zu denen auch das fehlende, überhauptnicht vorhanden gewesene Siegel gehört, beruhen meine Gründegegen die Echtheit des Aktenstücks nächst der auf Grund er-wiesener Urkundenfälschungen erhobenen Behauptung, dass esums Jahr 973 kein Kloster Hilwartshausen und folglich auchdort keinen Klostervogt gegeben habe, auf dem Umstände, dassder Contract vor drei Gerichtshöfen vollzogen sein soll, wasfrühestens erst im 12. Jahrhundert Sitte wurde 5 ). Sodann er-regt der Name der Aebtissin Berthilda Verdacht. Im Jahre970 soll sie Helmburg, 973 Hemma geheissen haben, so dass,wenn die Urkunden echt wären, dem Kloster innerhalb dreierJahre drei Aebtissinnen vorgestanden haben müssten, was schwerglaublich ist.
In nahem Zusammenhang mit dieser Urkunde steht offenbareine andere Fälschung, worin Otto III. (mit dem Titel Romano-rum rex!) am 2. Februar 997 zu Grone die vorgenannte Schen-kung an Hilwartshausen bestätigt 6 ). Die Namen der Personenund Ortschaften sind hier wie dort dieselben mit dem einzigenUnterschiede, dass den in der Urkunde von 1003 genanntenLocalitäten hier noch Güter in dem Dorfe Reckershausen(Rikkereshusen) hinzugefügt sind. Dadurch wird der Zweck der
J ) Stumpf, E. K. Nr. 626. — 2) Das. Nr. 527. — 3 ) Das. Nr. 584. —4 ) Forsch. XTV, 28. — 5 ) Wersebe, Gaue 11. — 6 ) iL G. DD. II, 2, 871,Nr. 435 mit Nachweis der Fälschung; Stumpf, E. K. IIT, 36, Nr. 29.