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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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unecht erkanntes Diplom Kaiser Ludwigs des Frommen, angeb-lich am 14. November 838 zu Ingelheim ausgestellt, als Vorlagediente, -worin der Kaiser auf Bitten seines Verwandten (!), desAbts Warin von Corvey, dem Kloster Corvey die demselben vonder matrona Addila für ihr Seelenheil, wie für das ihres GemahlsBunicho und ihrer verstorbenen Kinder Folchmar, Bunicho,Hemme und Berthild geschenkten Güter in Osthofen (Osthoven),Oppenheim (Ophenheim) und Wachenheim (Wachenheim) be-stätigt *). Hier wie in der Hilwartshäuser Urkunde von 960zeigt sich also eine wohlthätige Frau Aeddila mit zwei vor ihrverstorbenen Söhnen Folkmer (Folchmar) und Bunica (Bunicho);ausserdem lernen wir ihren Gemahl kennen, der auch Bunichohiess. Die Namen ihrer angeblichen Töchter Hemme und Bert-hild in die Urkunde von 960 einzuschmuggeln, trug der Fälscherder Hilwartshäuser Urkunde Bedenken, weil er wusste, dasszwei Schwestern dieses Namens nach einander durch andereFälschungen zu Aebtissinnen seines Klosters gemacht waren.Statt ihrer setzte er drei männliche Namen aus den CorveyerTraditionen an die Stelle.

Drei Jahre später begegnen wir denselben Schwestern ineiner Hilwartshäuser Urkunde Königs Otto II. vom 20. Juli963 2 ). Es muss auffallen, dass das Diplom bislang nur in seinemAusstellungsorte Sologe, welches auf Sohlingen, nw. von Uslar,gedeutet ist, beanstandet wurde, während doch der Inhalt, weilunvereinbar mit den früheren Angaben, den Stempel der Fäl-schung trägt. Der König bestätigt darin den Schwestern Bert-hild und Hemma einen ihnen von seinem Vater zur Erbauungeines Jungfrauenklosters geschenkten Ort, Namens Hildiwardes-huson. Da eine solche Bestätigung nicht nöthig war, wenn dasKloster für das gottesdienstliche Leben bereits drei Jahre zuvoreingerichtet war, so ist auch diese Urkunde unecht.

In der Eeihe unserer Hilwartshäuser Dokumente folgennun die früher schon besprochenen, in Eavenna am 11. April 970ausgestellten Kaiserurkunden. In der ersten, durch welche Otto I.der Aebtissin Helmburg zu Hilwartshausen sechs Hufen Land

a ) Wilmans, Kaiserurkk. I, 54, Nr. 18; vgl. Dümmler, Gesch. d. ost-fränk. Reiches I, 142, 348; II, 685 und Wilnians-Philippi a. a. 0. II, 57. —*) M. G. DD. II, 1, S. 14, Nr. 6; Or. G. V, 6.