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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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und sich dabei, gleich seinem Bruder Hermann, nur seines Vor-namens bedient (S. 151).

Noch in demselben Jahre 1146, jedenfalls nach dem 3. August,starb Graf Heinrich 1 ).

Allgemein hat man ihm einen Grafen Otto von Assel zumSohn und eine Sophie zur Tochter gegeben, weil ihre Familien-namen und Titel, sowie die Zeit- und Ortsverhältnisse dieserAnnahme günstig waren. Man übersah aber dabei, dass derGraf Heinrich sich nur zeitweiligvon Assel" nannte und keines-wegs der Besitzer der bei Burgdorf im Kreise Wolfenbütteleinst gelegenen Asleburg war. Wer der Graf Otto von Asselund seine Schwester waren, wird sich im Capitel IV zeigen.

7. Konrad.

Von grossen Thaten kann bei Konrad mit Rücksicht aufdie kurze Zeit von sechs Jahren, wo er in Urkunden undhier nur als Zeuge auftritt, nicht die Rede sein.

Seine Theilnahme am öffentlichen Leben fällt in dieselbeZeit von 11221128, in welcher wir seinen Bruder Hermann ILöfters am Hofe des Erzbischofs Adelbert I. von Mainz sahen,wenn dieser seinen thüringischen Sprengel besuchte. Gewöhn-lich allein, aber auch in Begleitung des genannten Bruders,zeigt sich Konrad sechs Mal in den Zeugenreihen erzbischöf-licher Urkunden. Erscheint er mit Hermann, so wird er diesemstets nachgesetzt, so dass wir ihn als seinen jüngeren etwa imJahre 1106 geborenen Bruder werden anzusehen haben.

AlsCuonradus, comitis Heremani filius" steht er zumersten Male an der Spitze der Zeugen einer Urkunde, worinder Erzbischof Adelbert I. im Jahre 1122, wahrscheinlich inFritzlar, einen Gütertäusch mit dem Abt Baro von Burghasungenbekundet 2 ). Ebenso nennt er sich am 7. Juli des folgendenJahres, als er, angeblich in Erfurt, mit seinem noch puer (Junker)

») Ann. Palid. in M. G. SS. XVI, 81 (Deutsche Chroniken II in M. G.213) 114 6: Heinricus de Assele, frater Hermanni comitis, obiit. Ann.Stederb. in M. G. SS. XVI, 207, 1146: Heinricus comes de Asle obiit.Aste falsch in Chron. Stederb. bei Meibom, SS. r. Germ. I, 453. 2 ) Stumpf,A. M. sec. XII, 11; Böhmer-Will, Mainz. Eegg. I, 265, Nr. 109; fehlerhaft:v. Spilcker, Everst., Urkb. 10.