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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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das Kloster Reinkausen vom Tage vorher, worin unsere Grafenin denselben Namensformen, wie in dem echten Diplom unterden Zeugen aufgeführt werden (S. 140 ff.).

Von Hersfeld begab sich Graf Heinrich wahrscheinlichnach der Bomeneburg bei Sontra, wo die urkundlich nur alsEichenza (Tochter des Vogts zu Bursfelde, Dudo von Immen-hausen ?) x ) bekannte Wittwe des verstorbenen Grafen Sieg-fried IV. von Bomeneburg sich mit ihm vermählte. Die Ehewurde bereits 6 Monate nach dem Tode ihres ersten Gemahlsgeschlossen, denn schon am 27. November desselben Jahresempfing Heinrich als Gemahl der Wittwe Siegfrieds und seinBruder Hermann, der sich hiervon Plesse" nennt, von demderzeit auf dem Rusteberge residierenden Erzbischof Heinrich I.von Mainz öffentlich vor Gericht die Belehnung mit den er-ledigten Mainzer Lehen des Grafen Siegfried IV. gegen Ueber-lassung der Abteien Northeim und Reinhausen an die MainzerKirche (S. 143).

Auch der Bischof Bernhard I. von Hildesheim übertrug dieBomeneburg'schen, von seiner Kirche relevierenden Lehen denBrüdern Hermann und Heinrich v. W. Es gehörte ein Landgut(praedium) in Dinklar dazu. Dieses hatten nach der Urkundevom 8. Mai 1150 über die Wiederabtretung der Winzenburg dieBrüder dem Bischöfe für 50 Mark versetzt und es dennoch,ohne Abtragung des Pfandschillings, wieder an sich gezogen.Graf Hermann gab es nun bis zur vertragsmässig zu bewirken-den Auslösung zurück (S. 145).

Gegen Ende des Jahres 1144 war Graf Heinrich mit seinemBruder in Magdeburg, wo ein Fürstengericht unter dem Vorsitzdes Königs den Streit beilegen sollte, welcher nach dem Todedes kinderlosen Grafen Rudolf IL von Stade über dessen Graf-schaft zwischen dem jungen Herzog Heinrich dem Löwen unddem bremischen Dompropst Hartwig, dem letzten Sprossen desStader Grafenhauses, ausgebrochen war. Hartwig hatte, um dieGeistlichkeit des Erzstifts Magdeburg, welcher er selbst alsDomherr angehörte, für einen ihm günstigen Spruch auf demMagdeburger Fürstentage zu stimmen, dem Erzstifte seine Eigen-güter in der Magdeburger Gegend geschenkt und einige Gegen-

a ) Wie Cohii in Forsch. VI, 582 wahrscheinlich gemacht hat.