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und den Burggrafen Burchard von Meissen in Freiheit setzte(1116, September 29). ^
Um Michaelis fand sich auch Adelbert I. von Mainz mitallen Fürsten seiner Partei bei den Friedensverhandlungen inFrankfurt ein. Es waren anwesend: Herzog Lothar von Sachsen,Erzbischof Friedrich I. von Köln, die Bischöfe Keinhard vonHalberstadt, G-odebald von Utrecht und Heinrich II. von Pader-born, der Abt Erkembert von Corvey, der Graf Hermann (III. vonCalvelage), Erzbischof Adelgot von Magdeburg, Pfalzgraf Friedrich(d. Ä. von Sommerschenburg) von Sachsen und Markgraf Eudolf I.von der Nordmark (Stade), also zum grössten Theile sächsischeFürsten. Allein das Ausbleiben Friedrichs IL vereitelte denZweck der Versammlung und nach mehreren Tagen vergeblichenWartens trennte man sich. Die drei zuletzt genannten Fürstenkehrten von Frankfurt aus in die Heimath zurück, alle übrigenaber, an ihrer Spitze Herzog Lothar und Graf Hermann (III. vonCalvelage) zogen mit Adelbert über den Rhein nach Mainz undvon da im October desselben Jahres (1116) zur Belagerung derfesten Abtei Limburg in der Speierer Diöcese. Drei Wochenlang berannte Lothar die Veste; da führte Herzog Friedrich II.ein an Zahl überlegenes Heer aus dem Elsass herbei, welchesdie Belagerer zum eiligen Rückzug nach Mainz zwang 2 ).
In den während des folgenden Jahres (1117) hauptsächlichin den Mainzischen Gebieten am Mittelrhein fortgesetzten un-glücklichen Kämpfen des Erzbischofs Adelbert gegen den HerzogFriedrich IL wird Hermanns von Winzenburg Name nicht ge-nannt. Dagegen treffen wir ihn mit Gewissheit unter den Ge-nossen seines früheren Gegners, des Erzbischofs, als dieser imnächsten Jahre (1118) zu neuem Angriffe gegen die Kaiserlichenvorging.
Das Heer Adelberts wandte sich zunächst gegen die StadtOppenheim, welche die Kriegsleute Herzogs Friedrich IL besetzthielten. Die Stadt wurde von den Schaaren des Erzbischofsund denen des comes Herimannus (von Winzenburg) gestürmt,zerstört und in Brand gesteckt, wobei gegen 1200, ja nachanderer Angabe sogar nahe an 2000 Menschen im Kampfe und
') Ann. Pegav. in M. G. SS. XVI, 253 zum falschen Jahr 1117.2 ) Ann. Saxo in M. G. SS. VI, 753; Ann. Patherbr. 132.