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und sodann diesen Bannfluch sowohl auf der Synode zu Rheims(28. März 1115), als zu Köln (19. April) und zu Chälons a. d.Marne (12. Juli) erneuerte*).
So von allen Seiten gedrängt, beschloss der Kaiser denReichskrieg gegen die Sachsen. Er selbst überfiel bald nachWeihnachten die Besitzungen Lothars in Braunschweig, ver-heerte im Januar 1115 Halberstadt und Hess Orlamünde vonseinen Anhängern belagern 2 ); dann rief er den Grafen Hoyer I.von Mansfeld herbei, dem er im Fall des Sieges das Herzog-thum Sachsen an Lothars Stelle versprach 3 ). Am 11. Februar 1115stiessen die Heere beim Weifesholze aufeinander und es entspannsich jener erbitterte und blutige Kampf, der mit dem vollstän-digen Siege der Sachsen unter Lothar endete und die Autoritätdes Kaisers in Sachsen auf lange Zeit vernichtete" 1 ). Von einerThätigkeit Hermanns v. W. in der Schlacht wissen die Quellennichts 5 ).
Der nun von den meisten Fürsten verlassene Kaiser zognach dem Rheine, verfolgt von dem siegreichen Lothar, welcher,nachdem er mit den verbündeten rheinischen und westfälischenFürsten zunächst die kaiserliche Besatzung in Dortmund auf-gehoben und mit dem gut kaiserlich gesinnten Bischof Burchardvon Münster bald nach der begonnenen Belagerung von dessenHauptstadt einen Vergleich geschlossen hatte, sich nach Corveywandte, wo mittlerweile die Gesandten und Grossen des Kaisersmit Friedensvorschlägen eingetroffen waren, zu deren Verhandlungder Kaiser auf den 1. November 1115 einen Fürstentag nachMainz beschied. Anstatt der Einladung zu folgen, ging HerzogLothar nach Ostfalen und Thüringen zurück. Auf dem Wege
J ) Ekkekardi ckron. in M. G. SS. VI, 251, Note 53; Hefele, Conzilien-gesckichte V, 294 f. — 2 ) Godefridus Colon, bei Böhmer, Font. rer. Germ.III, 416; Ann. Hildesk. in M. G. SS. III, 113. — 3 ) Helmoldi ckron. Slav.das. XXI, 43. — 4 ) Härtung, die Schlackt am Welfeskolze in „MansfelderBlätter, Mittheill. d. V. f. Gesch. u. Alterthümer der Grafsch. Mansfeld zuEisleben, 3. Jahrg. 1889." ■— 5 ) Ein nicht gräflicher Hermann, welcher mitseinem Bruder Konrad nach den Ann. Pegav. in M. G. SS. XVI, 252 hervor-ragend am Kampfe Theil nahm, kann nickt Hermann v. W. gewesen sein,wie Wemeburg in Mittkeil. d. V. v. Erfurt, H. 11, S. 47 Note vermutbet,weil diese Brüder im säcksiscken Heere fockten. Cyr. Spangenberg in „Ur-sack und Handelung des Secksiscken Krieges bei dem Welpkeskolz in derkerrsckaft Mansfeld (1555), Cap. 17" nennt sie Herren von Selben.