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liehen folgen die sächsischen Fürsten, voran Herimant, der hierzum letzten Male niarchio genannt wird.
Eilig sammelte der Kaiser ein neues Heer, mit welchem eram 1. October in Westfalen einbrach, die Länder des KölnerErzbischofs und des Grafen Friedrich I. (des Streitbaren) vonArnsberg verwüstend. Ein anderer Theil des Heeres solltegegen Köln vorrücken, erlitt aber bei Andernach eine Niederlage,welche den Kaiser abermals nöthigte, sich nach Sachsen zurück-zuziehen, das er in vollem Aufruhr fand. Berathungen der ver-bündeten Fürsten hatten stattgefunden, deren Ergebniss war, dassdie Sachsen am Ende des Jahres 1114 zu Kreuzburg a. d.Werraeinen engen Bund zur Abschüttelung der vermeintlichen kaiser-lichen Tyrannei abschlössen. Ihm gehörten an: der HerzogLothar, der Pfalzgraf Friedrich d. Ä. von Sommerschenburg,Eudolf I. von der Nordmark (Stade), Bischof Reinhard vonHalberstadt, die mächtige Markgräfin Gertrud, Besitzerin derOstmark (Lausitz) und der Mark Meissen, Wiprecht d. J.von Groitzsch. Später traten noch hinzu: Graf Friedrich I. (derStreitbare) von Arnsberg und sein Bruder Heinrich III., die GrafenHeinrich I. von Limburg und Hermann III. von Calvelage J ).
Während der Kaiser das Weihnachtsfest in Goslar feierte,berief er die Häupter der Verschwörung vor seinen Eichterstuhl.Sie erschienen nicht, sondern beschlossen, die Entscheidung inder von ihnen angelegten festen Burg Walbeck zu erwarten 2 ).
Zu diesen feindlichen Elementen trat um diese Zeit nochein neues hinzu, indem die streng kirchliche Partei jetzt ihreAgitation gegen Heinrich V. nach Deutschland selber richteteund den Bund mit den aufständischen Fürsten schloss, denschon Adelbert angestrebt hatte. Bisher hatten die Umtriebejener Partei auf deutschem Boden noch nicht recht Wurzelfassen können; Friedrich I. von Köln bewirkte nun mit Eiferihre Verpflanzung dorthin. Er setzte sich mit dem päpstlichenLegaten, Kardinalbischof Kuno von Präneste, in Verbindung, deram 6. December 1114 auf einer Synode zu Beauvais den Kaisermit seinen eifrigsten Anhängern, namentlich Burchard von Münsterund Herimannus de Winceburc, mit dem Banne belegte 3 ),
l ) Ann. Saxo in M. G. SS. VI, 751; Ann. Hildesh. das. III, 113, beidezum falschen Jahr 1115. — 2 ) Ann. Pegav. in M. G. SS. XVI, 252. — 3 ) Cod.Udalr. bei Jaffe, B. r. Germ. V, 295 und Epist. Bamb. das. 512.