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Geschichte der Grafen von Winzenburg
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Frau aus einem Geschleckte, welches in der Nähe von Reinhausenbegütert war, und erhielt zur Mitgift Land in dortiger Gegend.Da nun zur Zeit seiner Verheirathung Richenza von Immenhausenkinderlos starb, und in Folge dessen ihr Erbe an die Familiezurückfiel, kaufte Propst Reinhard für seinen Neffen die bequemgelegenen Besitzungen.

Dieser Auffassung stimmt Schmidt') im Wesentlichen zu,vermuthet aber in der Angabe des Abts Reinhard einen Irrthumin der Weise, dass der Bischof Reinhard von Halberstadt nichtals Propst, also vor 1106, die Güter seinem Neffen Poppo zu-gebracht hat, sondern erst gegen das Ende seiner 1123 ab-geschlossenen Regierungszeit als Bischof. Schmidt stützt sichdabei auf die Thatsache, dass weder ein Dompropst Reinhardvor 1106 urkundlich nachzuweisen ist, noch ein comes Poppooder gar ein comes Poppo de Blankenburch, wie ihn der Abtnennt. Ein Graf Poppo ist nicht vor 1128, ein Graf von Blanken-burg nicht vor 1139 bekannt 2 ).

Die Familie, aus welcher Poppo's Gemahlin stammte, hatschon Colin a. a. 0. richtig erkannt, indem er in ihr eine bisherunbekannte Tochter des Grafen Siegfried III. von Northeim, alsoeine Schwester Siegfrieds IV. von Bomeneburg vermuthete. IhrenNamen zu entdecken, ist aber erst Jacobs 3 ) nach Cohn's Todegelungen. Sie hiess Rixa (Richenza) nach ihrer Grossmutter,der Gemahlin des Grafen Otto I. von Northeim, Herzog vonBaiern, und starb an einem 1. Februar vor 1145 4 );

Die dritte Tochter Elli's H., Mathilde, heirathete einenbaierischen Fürsten, dessen Namen der Abt zwar verschweigt,der aber schon von Wenck 5 ) als dem Geschlechte der Grafenvon Formbach und Windberg angehörend richtig erkannt ist.Nur hinsichtlich seines Vornamens irrt Wenck mit allen folgen-

') Z. (1. H.-V. 1889, 1, S. 2f.; Jahrg. 1869, 3, S. 74. 2 ) Schmidt a.a. 0. verwirft Cohn's Unterscheidung von zwei Poppo. 3 ) Drübeck, 12,Nr. 12; S. 15, Nr. 15. 4 ) Der grössere Theil der Güter in der Gegend vonNortheim, Göttingen und auf dem Eichsfelde, welche Graf Siegfried II. vonBlankenburg, der Grosssohn Poppo's, in Lindau, Ellershausen, dem wüstenSusa, in Sudheim, dem wüsten Bunrode u. a. 0. nach dem Jahre 1202 ausder Theilung der Söhne Heinrichs d. L. zu Lehn empfing, stammen wahr-scheinlich aus der Erbschaft von Poppo's Gemahlin Rixa. (Z. d. H.-V., 1869,3, S. 84, Note 67.) 5 ) H. L. II, 2, S. 700 ff.