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gerichteten undatierten Briefe bekannt ist, der ins Jahr 1079gehört, weil sie ihm darin Glückwünsche zu seiner Erhebungzum Bischof von Hildesheim sendet'). Daneben klagt sie überdie ihr vom König Heinrich IV. zugefügten Ungerechtigkeitenund bittet den Bruder, die Zurückberufung ihrer vertriebenenSöhne, von denen sie nur Herimann, der noch „parvulus" ist,und Konrad erwähnt, beim Friedensschlüsse zu erwirken. IhreTochter Sophie „jam viro nuptam" (nubendam?) möge er standes-mässig verheirathen, Burtgarde (Liutgarde?), welche „in Christonupsit", zu honoris gradum befördern, die ihr (Beatrix) von ihremverstorbenen Bruder H(einrich) weggenommenen Güter möge erihr wieder verschaffen.
Von Eichenza, der anderen Tochter Elli's II., sagt der Abt,sie sei heimlich von Gerold von Immenhausen (Imminhuson) ent-führt, dem sie viele Güter in die Ehe, die kinderlos blieb, ge-bracht habe. Die Entführung scheint ihren Grund in der nichtstandesgemässen Herkunft Gerold's gehabt zu haben, denn ergehörte nach Landau's Ermittelung 2 ) nicht zu den Dynastenvon Immenhausen im alten hessischen Sachsen, sondern wahr-scheinlich zu einem Geschlechte von Emmenhausen, welches indem unfern von Göttingen gelegenen gleichnamigen Dorfe an-gesessen war, und sich zuweilen auch von Immenhausen nannte,analog den Dynasten v. J., die auch als Herren von Emmen-hausen vorkommen. Weiter sagt der Abt: „— — — cum(Gerold) ex ea non haberet heredem, Keinhardus prepositus, quiet postea Halberstadensis episcopus, omnia coemit et nepoti suoPopponi comiti de Blankenburch in nuptu contradidit." Diesedunkele Stelle ist von den Schriftstellern so verstanden, dass derspätere Bischof Eeinhard von Halberstadt (ein Herr von Blanken-burg), als er noch Propst war (also vor 1106), die Güter Geroldsvon Immenhausen angekauft und sie seinem Neffen Poppo vonBlankenburg geschenkt habe, als dieser nach Gerold's Todedessen Wittwe Kichenza wiederum zur Ehe nahm. Colin 3 ) hatzuerst diese Deutung verworfen und den Worten des Abtsfolgenden Sinn gegeben: Poppo von Blankenburg, der Neffe desPropstes Eeinhard, späteren Bischofs von Halberstadt, nahm eine
*) Sudendorf, Kegistrum I, 20, Nr. 12 mit vielen Fehlern in der Hand-schrift. — 2 ) In Zeitschr. f. hess. Gesch. I (1835), 321. — 3 ) Forsch. VI, 580 f.