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Geschichte der Grafen von Winzenburg
Entstehung
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den Historikern, die ihn Meginhard nennen, während er dessenSohn war und Hermann hiess (s. Cap. II). Mathilde so fügtder Abt beiläufig hinzu gebar Hermann (I.) von Winzenburg,der eine von ihm (bei der Winzenburg) erbaute Behausung(domus) 1 ) seiner väterlichen Abstammung wegen nach seinerbaierischen Heimath benannte. Wie dieser Graf Hermann I., derErbe der Beinhäuser Güter durch seine Mutter, und Stammvaterdes Geschlechts in Sachsen, zu dem Namen Winzenburg kam,ist nicht aufzuklären, weil wir nicht wissen, ob die gleichnamigeBurg in der Diöcese Hildesheim, die er ohne Zweifel seit Anfangdes 12. Jahrhunderts von seinem Oheim mütterlicherseits, demBischof Udo von Hildesheim, zu Lehn trug, derzeit schon so hiess.Mit ihren drei Brüdern, die der Abt zwar nicht namhaftmacht, aber die Grafen Konrad, Heinrich I. und Hermann III.meint, verwandelte Mathilde den bisherigen Stammsitz ihres Ge-schlechts in Keinhausen in ein insbesondere dem heiligen Christophgeweihtes Canonicatstift (Chorherrnstift), und weil der Stiftervier waren, so bestellten sie eben so viele Chorherren, denen sieeinen gewissen Sibold als Propst vorsetzten. Nach dessen Todeverwandelte der einzige noch lebende Mitstifter des Canonicats,der Graf Hermann III., zu dessen Erbe jenes Gebiet (worauf dasCanonicat errichtet war) gehörte, dasselbe unter Zustimmungseiner Miterben in ein (Benedictiner-) Kloster, schenkte diesemsein ganzes Eigenthum in der Feldmark des Dorfes Reinhausenmit dem durch Tausch erworbenen Zehnten des Ortes, und er-laubte seinen Ministerialen und Hörigen, sich und ihr Eigenthumnach ihrem Belieben dem Kloster zu geben. Darauf vollzogBischof Reinhard von Halberstadt die Weihe des neuen Klosters.Später verlegte Graf Hermann EU. dasselbe, weil es wegen derEnge des Ortes vom Südwind belästigt wurde, in den nördlichenTheil desselben, vergrösserte es und ernannte den Mönch Rein-bold von Heimarshausen zum Vorstand desselben. Als dieseraber abberufen und zum Abt in Heimarshausen gewählt wurde,ernannte der Graf den Reinhard, bisher Mönch in Heimarshausen 2 ),nach Wahl der Klosterbrüder und erfolgter Ordination durchden Erzbischof Adelbert I. von Mainz zum ersten Abt des

2 ) Anbau oder Vorbau der Winzenburg, welcber nocb 1522 Baierberggenannt wird (s. Cap. VII.) 2 ) H. G. SS. XII, 284, Note 3.