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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
Entstehung
Seite
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81gehen, wurde er in dieser Richtung noch immer mehr befestigt. Dochwar es das Bestreben Philipp Wilhelms, im Verein mit seinerTochter, der Kaiserin, den Kaiser dahin zu bestimmen, jetzt noch mitFrankreich Frieden zu halten, aber sich auf alle Weise zum Kriegevorzubereiten, und zunächst gegen Türken und die Rebellen in Ungarnsich zu wenden.Auf dem im April 1683 in Düsseldorf zusammenberufenenLandtage kam es wiederum zu den unliebsamen Debatten über dieGeldforderungen, welche wir aus den früheren Vorgängen kennenlernten, so daß wir hier auf Details nicht näher einzugehenbrauchen. Unter den für das Jahr 1683 umgelegten Steuern nehmendie Summen für die Miliz, zur Landesdefension, zur Verstärkung derFestungen Düsseldorf und Jülich, wiederum den größten Theil fürsich in Anspruch und die zur Ablösung der Kammer=Capitalien undzu des Fürsten freier Disposition bewilligten Beiträge treten dahinter.bedeutend zurück.Die politische Stellung Johann Wilhelms wurde noch schwieriger,als nach dem Tode Bischofs Ferdinand II. von Münster und Pader-born, der Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln im Juli 1683dessen Nachfolger in Münster wurde. Die Bemühungen und Intri-guen Wilhelms von Fürstenberg, jetzt Bischof von Straßburg, Abthatten diese Wahl durchgesetzt. Ervon Stablo und Cardinalhatte seinem Einflusse dadurch einen größern Wirkungskreis verschafft,hoffte ausbeuten zu können. Maximi-den er zu Gunsten Frankreichslian Heinrich war jetzt Bischof von Lüttich, Kurfürst von Köln, Bischofzu Münster und zu Hildesheim und folgte in Allem den RathschlägenFürstenbergs, dessen Absichten dahin zielten, hier im Westen undNordwesten des Reiches, durch die Gebiete von Lüttich, Stablo, Köln,Münster und Hildesheim gewissermaßen eine Barriere zu bilden, damit die Franzosen um so leichteres Spiel hätten, wenn es ihnen inden Sinn kommen sollte, auf diesem Wege festen Fuß in Deutsch-land zu fassen. Zu dem Ende hatte er es auch dahin zu bringengewußt, daß 10,000 Mann Münstersche Truppen bereit standen, umin das Stift Köln einzurücken und bei Zons ein Lager zu beziehen,von welchem aus sie in Verbindung mit noch 12,000 Mann kurköl-nischer und französischer Truppen alle Rheinübergänge sperren sollten.)Unter den Ausgaben findet sich auch eine Summe von 534 Thlrn. 47Alb für Demolution des Schlosses Landskron im Ahrthale.Staats=Archiv zu Düsseld. Stadt Köln, besondere Ereignisse Nr. 1 Denk-schrift über den Gülich'schen Tumult (Fragment.)