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Die dargestellten theoretischen Grundanschauungen imlystem der Windischmannschen Vorlesungen differieren ininem entscheidenden Punkte von denjenigen Schlegels in derV thenäuraszeit. Mit anderen Worten: während im Ganzenlystem und Methode dieses späteren Schlegelschen Denkensrkenntnistheoretische Motive seines früheren Denkens erst-nalig niederlegen und aufbewahren, weichen sie in einer Be-iehung doch durchaus von dem früheren Gedankenkreise ab.)ie Möglichkeit dieser Abweichung bei der größten Ueberein-timmung im übrigen liegt in einer bestimmten Eigentümlich-.eit im Keflexionssystem selbst. Bei Fichte findet sie sicholgendermaßen charakterisiert: „Das Ich geht zurück in sichelbst, wird behauptet. Ist es denn also nicht schon vor diesemZurückgehen und unabhängig von demselben da für sich; mußs nicht schon da sein, um sich zum Ziele eines Handelnslachen zu können ...?... Keineswegs. Erst durch diesen Akt«...lurch ein Handeln auf ein Handeln selbst, welchem bestimmtenlandein kein Handeln überhaupt vorhergeht, wird das Ichirsprünglich für sich selbst. Nur für den Philosophen ists vorher da als Faktum, weil dieser die ganze Erfahrung 71 )chon gemacht hat" 72 ). Windelband formuliert in seiner Dar-tellung von Fichtes Philosophie diesen Gedanken besonderslar: „Wenn man sonst die Tätigkeiten als etwas ansieht,vas ein Sein voraussetzt, so ist für Fichte alles Sein nur:in Produkt des ursprünglichen Tuns. Die Funktion ohnein funktionierendes Sein ist für ihn das metaphysische Ur-»rinzip . . . Der denkende Geist ist nicht erst und kommtann hinterher durch irgendwelche Veranlassungen zum Selbst-lewußtsein, sondern er kommt erst durch den unableitbaren,inerklärlichen Akt des Selbstbewußtseins zustande" 73 ). Wennriedrich Schlegel im „Gespräch über die Poesie" von 1800las Gleiche meint 71 ) mit den Worten, der Idealismus seigleichsam wie aus nichts entstanden" 75 ), so darf dieser Ge-ankengang hier mit Rücksicht auf die ganze vorangehendeDarstellung in dem Satz zusammengefaßt werden, daß die
71 ) sc. auf Grund seines Anteils am transzendentalen Ich.
72 ) Pichte 458 f. 7S ) Windelband II, 221 f.74 ) In den späteren „Vorlesungen" ist sein Gedanke ver-
ichwommeii. Er geht zwar auch dort nicht von einem Sein,iber auch nicht von einem Denkakt, sondern vom reinen Wollen[»der der Liebe aus. (Vorlesungen 64 f.). 75 ) .lugendschriften II, 359.